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03. Februar 2014

Das Waadtland überrascht mit Kuriositäten

Skifahren gratis für Kinder, ein Käsezug, bei 150 Winzern Wein degustieren, das Swiss Tech Convention Center in Lausanne oder der Anlass «Lausanne Jardins»: Dieses Jahr muss die touristische Schweiz ins Waadtland blicken.

Carven zu zweit im Skigebiet von Villars
Rhythmisches Carven zu zweit im Skigebiet von Villars Richtung Gryon. (Bild zVg / Sébastien Staub)

Wer hätte es gewusst? In den Waadtländer Skiorten Château-d’Oex-Rougemont, Leysin-Les Mosses, Les Diablerets und Villars-Gryon fahren Kinder bis neun Jahre gratis Ski und übernachten im Zimmer der Eltern kostenlos. Details unter www.alpes.ch/de .
Mit 420 Kilometer Skipisten und 17 Skistationen gehören die Waadtländer Alpen übrigens zu den fünf grössten Wintersportgebieten Europas.

Durch Rougemont verläuft der berühmte Röstigraben. Nur gibt es auf dem Käsezug der MOB zwischen Montreux und Château-d’Oex Fondue und nicht Kartoffeln allein. Der Zug startet noch bis zum 27. April 2014 freitags, samstags und sonntags. Die Passagiere rühren in einem Biofondue. Käsehasser sollen einen Teller Trockenfleisch bestellen. Die Infos zum MOB-Käsezug

Weindegustation in einem Waadtländer Weinkeller
Weindegustation in einem Waadtländer Weinkeller. (Bild Weinweltfoto.ch/H.-P-Siffert)

Wer über www.waadtland.ch eine Unterkunft bucht, erhält einen Degustationspass im Wert von 49 Franken. Degustiert werden dieses Mal weder Rösti noch Fondue, sondern Wein. Der Pass ist bei 150 Winzern erhältlich und umfasst drei verschiedene Weine zum Verkosten sowie eine Flasche zum Geniessen.
Weinliebhaber sollten sich bereits den 7. und 8. Juni vormerken. Dann heisst es wieder: offene Waadtländer Weinkeller; die Winzer öffnen ihre Keller für das Publikum. Das Waadtland gilt mit 103 Restaurants und insgesamt 1434 GaultMillau-Punkten als Hochburg der Schweizer Gastronomie. 14 Restaurants leuchten mit insgesamt 19 Michelin-Sternen.

Die mit dem 1. Preis ausgestattete Installation von Louis-Marie de Montbenon aus der lokalen Kunstschule ECAL.
An der Lausanne Jardins 2014 zu sehen: Die mit dem 1. Preis ausgestattete Installation von Louis-Marie de Montbenon aus der lokalen Kunstschule ECAL. (Bild ecal.ch)

Ebenfalls im Juni geht die fünfte Auflage von «Lausanne Jardins» über die Bühne – zum ersten Mal nach 2009. In einem internationalen Wettbewerb für Landschaftsgärtner, Designer, Architekten, Planer und Künstler aus der ganzen Welt werden jene Teams bestimmt, die mit der Realisation der 25 Gärten beauftragt werden. Diese sind in der ganzen Kantonshauptstadt verteilt.

Bereits im April 2014 eröffnet die ETH Lausanne das Swiss Tech Convention Center mit einem Auditorium von 3000 Plätzen, Solarzellen in verglasten Wänden und insgesamt 15 Räumen mit Platz für 40 bis 250 Personen. Innert 15 Minuten lassen sich dort ganze Sitzreihen herunterfahren.

Ebenfalls eine Neueröffnung steht in Montreux an: Im Casino Barrière wird in einem einstigen Tonstudio der Queen in Rahmen einer Dauerausstellung neu die Geschichte der britischen Rockband gezeigt. Beeindruckend sind ebenfalls die Solarzellen in verglasten Wänden.

Und zum Schluss ein Geheimtipp: Im Bonvillars, sieben Kilometer nordöstlich von Yverdon, kommen Liebhaber beim Trüffelmarkt auf die Rechnung. Wer den knolligen Pilz mag, sollte sich den 25. Oktober in die Agenda eintragen.

Autor: Reto Wild