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09. Januar 2015

Das stille Leiden des Holunders

Eine Apotheke braucht Licht ...

Schneezeit
Schneezeit
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Wer hätte es gedacht, der Winter hat also doch noch kurz vorbeigeschaut, aber so schnell er gekommen ist, hat er sich auch wieder zurückgezogen. Kaum Zeit, um die weisse Pracht im Bild festzuhalten.

Unser alter Holunderstrauch hat letztes Jahr etwas gekränkelt, für ihn, der als lebendige Apotheke im Garten angepriesen wird, ist das natürlich sehr unangenehm. Die Ursache für sein Unwohlsein haben wir jedoch schnell gefunden, es ist sein Nachbar, der Haselnussstrauch, der ihm vor der Sonne steht. Wir wissen es, ein Holunder wünscht eigentlich keine Nachbarsträucher neben sich, so müssen wir nun wohl oder übel zur Motorsäge greifen.

Das Wetter ist momentan für solche Aktionen optimal. Am frühen Morgen ist der Gartenboden noch gefroren, was die Holzerei spürbar erleichtert. Bevor die Sonne den Frost vertrieben hat und der halbe Garten an den Stiefeln kleben bleibt, ist die Arbeit beendet. Einige dicke Stämme sind ganz unten am Stock vom Hasel weggesägt und unser Holunder wird dieses Jahr lichterfüllte Tage geniessen können.

Den freien Nachmittag benutzen wir für einen Ballettbesuch an der nahen Aare. Der Eintritt war kostenlos, aufgeführt wurde die Neujahrsquadrille der Lachmöven.