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08. Oktober 2012

Das Smartphone erweitert die Realität

So einfach war die Suche im Web noch nie: Mit Augmented Reality verbinden Smartphones die reale Welt mit Infos aus dem Internet.

Augmented Reality
Mit Augmented Reality verbinden Smartphones wie beispielsweise das iPhone 5 die reale Welt mit Infos aus dem Internet. (Bild: zVg.)

Um mit dem Smartphone Informationen über die nähere Umgebung zu erhalten, in der man sich gerade befindet, tippt man normalerweise mühsam den Text ein und durchforstet die Suchergebnisse. Einfacher gehts mit AR-Apps (Augmented Reality, zu Deutsch: erweiterte Realität). Mittels GPS und Kompass weiss die App, wo man sich aufhält und in welche Richtung man schaut, sodass sie dazu passende Informationen automatisch aus dem Netz laden kann. Zum Beispiel erscheinen die Wikipedia-Einträge von wichtigen Orten in der Nähe, oder die App benennt die Gipfel der Berge am Horizont.

Damit Augmented Reality umfangreich funktioniert, bedarf es jedoch vieler mit der App verbundener Datenbanken im Hintergrund. Mit manchen AR-Apps wie «Wikitude» oder «Layar» kann man innerhalb von Kategorien nach den gewünschten Informationen suchen. Beim Test in Zürich finden die Apps beispielsweise Sehenswürdigkeiten in der Nähe, Spielplätze, freie Wohnungen, Tankstellen, öffentliche Toiletten usw. Die Resultate sind jedoch nicht vollständig, sondern immer nur so gut wie die Informationsquellen, die von der App angezapft werden. Vor allem auch Touristen können profitieren. Aber Vorsicht: an die (hohen) Roaming-Kosten denken, denn die Dienste benötigen stets eine Verbindung zum Internet.

AR-App Wikitude:
für iOS
für Android

AR-App Junaio: für iOS für Android

AR-App Layar:
für iOS
für Android

Wenn es nach Google ginge, bräuchten wir für die AR-Anwendungen in Zukunft kein Smartphone mehr: Eine mit dem Internet verbundene GPS-Brille weiss, wo man sich befindet und gibt laufend Informationen ab – entweder auf den Brillengläsern oder akustisch. Ein Video, wie sich Google die Zukunft mit einer solchen Brille vorstellt, finden Sie auf der Webseite (Project Glass)

Autor: Felix Raymann