Archiv
25. November 2013

Das Rimini der Ästheten und Sammler

Die Tipps der Reisereporterin zum italienischen Ferienort stellen neben Plätzen und Restaurants auch Ausflugsziele im Hinterland vor. Ob Burgen, Märkte, ganze Republiken: Für alle ist etwas dabei.

Verrucchio
Aussicht auf das alte Städtchen Verrucchio.
Der Hors-Saison-Charme
Der Hors-Saison-Charme an Riminis Strand.

FÜR ÄSTHETEN
Verlassen stehen die Strandkabinen da, die Läden der Bademeisterhäuschen sind geschlossen, und die Kinderschaukel bewegt sich leise im Wind. Um die einzelnen Strandabschnitte zu schützen, haben die Bademeister den Sand zu kleinen Dünen aufgeschüttet. Die verlassenen Bagnos sind perfekte Sujets, wenn man mal etwas andere Ferienbilder schiessen will.

Zubereitung eines Piadinas im Nud e Crud
Zubereitung eines Piadinas im Nud e Crud.

FÜR HUNGRIGE
Piadina zum Frühstück, Piadina zum Lunch, und abends am liebsten gleich auch noch einmal eine. Bei 95 Piadina-Restaurants muss man garantiert nie zweimal am gleichen Ort essen. Einer, der aber unbedingt auf der Liste stehen muss, ist das «Nud e Crud». Hier ist die Piadina nicht rund, sondern eckig, und sie wird im Körbchen serviert. Unbedingt auch die Cassoni bestellen, das ist die geschlossene Piadina, gefüllt mit Saisonkräutern oder Kartoffeln und Mozzarella. www.nudecrud.it

Enges Gässchen
Enges Gässchen in der Nähe der Piazzetta Gregorio.

FÜR FREITAGABEND
Die «Piazzetta Gregorio» in Riminis Altstadt ist, wie der Name schon sagt, sehr klein. Hier treffen sich am Wochenende die jungen Leute, vorwiegend die Studenten der Universität Bologna, die in Rimini einen Ableger hat.

Der Blick aus dem Club Nautico
Der Blick aus dem Club Nautico.

FÜR FISCHLIEBHABER
Gleich hinter der Altstadt liegt das ehemalige Fischerdorf Borgo San Giuliano mit den engen Gassen und den bunten Häuserfassaden. Will man Fisch essen, so muss man nur eines der Restaurants im Quartier wählen. Im «Club Nautico» isst man mit Aussicht auf den Jachthafen und den Leuchtturm von Rimini. Das Restaurant serviert vom Thunfischtartar bis zum bodenständigen Fritto Misto wundervoll präsentierte Fischgerichte. Die saisonale Karte bietet auch für Vegetarier ein paar Alternativen. Am Wochenende unbedingt reservieren. www.ilristoranteclubnautico.it

Fischhändler auf dem Markt
Fischhändler auf dem Markt.

FÜR MARKTBUMMLER
Mittwochs und samstags ist auf der Piazza Gramsci grosser Markt. Frischer Fisch, Käse, direkt vom Produzenten, und Olivenöl zum Degustieren. Wer kulinarische Mitbringsel sucht, ist hier am richtigen Ort.

Promenade in San Marino
Promenade in San Marino.

FÜR SAMMLER
Im Hinterland von Rimini liegt die älteste bestehende Republik der Welt: San Marino. Für fünf Euro kann man dort ein Touristenvisum im Ufficio di Stato per il turismo holen. Und auf dem Weg dorthin gleich noch das Parlamentsgebäude, das «Consiglio Grande e Generale», besichtigen.

Aussicht auf Verrucchios Altstädtchen
Aussicht auf Verrucchios Altstädtchen.

FÜR AUSFLÜGLER
In weniger als einer Stunde erreicht man mit dem Mietauto das mittelalterliche Städtchen Verucchio, das noch nicht so stark vom Tourismus erschlossen ist. Steigt man hoch zur Burg, hat man einen wunderbaren Blick über die Hügellandschaft der Emilia Romagna.

Autor: Nathalie Bursać

Fotograf: Paolo Dutto