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01. Mai 2017

Das Leben einer Banknote

Am 10. Mai kommen die neuen Schweizer 20er-Noten in Umlauf. Wo werden die Noten gedruckt, warum überleben sie sogar einen 90-Grad-Waschgang? Und wo enden sie, wenn sie abgenutzt sind?

ZAHLEN UND FAKTEN

Derzeit sind rund 407 Millionen Banknoten im Gesamtwert von 67 Milliarden Franken im Umlauf.

40 Rappen kostet die Produktion einer Banknote.

Im Jahr 2015 wurden ...
... 421 Millionen Noten ausgegeben
... 409 Millionen Noten zurückgenommen
... 2356 gefälschte Noten konfisziert
... 71 Millionen beschädigte oder zurückgerufene Noten vernichtet

Die Infografik zum Geldkreislauf
Die Infografik zum Geldkreislauf

DIE INFOGRAFIK ...
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REGELMÄSSIGE ECHTHEITSPRÜFUNG

Die SNB gibt nicht nur druckfrische Noten in Umlauf, sie nimmt auch abgenutzte und beschädigte zurück. Sie werden durch Sortierautomaten einer Qualitäts- und Echtheitsprüfung unterzogen. Echte Noten in gutem Zustand werden wieder in Umlauf gesetzt.
Vom Sortierautomat nicht einwandfrei als echt erkannte Noten werden ausgeschieden und manuell nachkontrolliert. Beschädigte und verschmutzte Noten werden verbrannt. In Bern und Zürich wärmen sich Fernwärmebezüger an 80 Tonnen Banknoten pro Jahr.

AUFWÄNDIGE HERSTELLUNG

1. Schweizer Banknoten bestehen aus Papier, das aus Kämmlingen und Linters hergestellt wird: Das sind kurze Fasern, die bei der Baumwollverarbeitung als Nebenprodukt anfallen.

2. Als Sicherheitsmerkmale arbeitet die Papiermaschine Wasserzeichen und Silberfaden ein.

3. Nach dem Trocknen werden die Bögen geglättet und mit Stärke behandelt.

4. Das Papier wird an die Orell Füssli Sicherheitsdruck AG in Zürich geliefert.

5. Dort wird das Papier mit Farben bedruckt, die 18 Chemikalien und Licht trotzen sowie einen Kochwaschgang überstehen.

6. Auf jedem Druckbogen haben fünf Reihen mit je sieben identischen Banknoten Platz.

7. Eine Maschine verpasst den Noten die Seriennummer und macht sie zu Unikaten.

8. Lack verlängert ihre Haltbarkeit.

9. Dann werden die Noten geschnitten und überprüft, in Plastik verschweisst und in Kisten verpackt.

10. Schliesslich werden sie bei der Nationalbank in Bern abgeliefert.

Autor: Monica Müller

Infografiken: Jelka Lerche