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27. Mai 2013

Das Handy als Portemonnaie

Im Laden bezahlen, Daten übertragen oder verschlossene Türen öffnen: Die NFC-Technologie bringt neue Funktionen fürs Smartphone.

Frau bezahlt mit dem Smartphone
Schnell und 
sicher: Im 
Laden oder beim Coiffeur einfach das Handy an den Zahlterminal halten, schon ist die Rechnung beglichen. (Bild: Fotolia)

Neuere Smartphones wie beispielsweise Sonys Xperia Z oder das Samsung Galaxy S4 verfügen über einen NFC-Chip (Near Field Communication, «Nahfeldkommunikation»). Damit können Daten über einen Direktkontakt beziehungsweise eine kurze Distanz bis etwa vier Zentimeter kabellos übermittelt werden. Um Fotos, Musik, Dokumente oder auch nur Kontaktdaten von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen, hält man das Handy einen Moment lang nahe an den NFC-Chip des empfangenden Geräts. Letzteres kann etwa ein PC oder ein Smartphone sein, eine NFC-fähige Musikanlage oder ein Billettautomat. Mancherorts kann man per NFC-Smartphone bezahlen. Die Migros rüstet dazu ihre Kassenterminals bis Ende 2013 aus. Ebenso ist es möglich, NFC als Schlüsselersatz zu benützen. Entsprechende Anwendungen gibt es etwa bei Hotel- oder Büro-Schliesssystemen und bei Autotüren (zum Beispiel bei Hyundai).

NFC hat einige Vorteile: Es ist flexibel einsetzbar, einfach zu nutzen und überträgt Daten relativ sicher, indem man die Übertragung am Display auslöst (bei einer Bezahlung mit PIN) und diese mit einem kurzen Kontakt mit dem NFC-Chip abwickelt.

Bargeldlose NFC-Bezahlung

Dass die Übertragung via NFC nur bis ca. vier Zentimeter möglich ist, verhindert, dass unautorisierte Daten von anderen Handys, die sich in der Nähe befinden, übertragen oder abgefangen werden. Die bargeldlose Bezahlung per NFC ist beispielsweise mit Paypass, Google Wallet und anderen Anbietern möglich.

Neben den oben genannten Geräten besitzen auch viele Handys von Nokia, HTC, Samsung oder Blackberry einen NFC-Chip. Das iPhone 5 und auch die älteren iPhone-Modelle sind nicht mit NFC ausgerüstet.

Autor: Felix Raymann