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29. September 2014

Fernsehen der Zukunft

Gucken, so viel Sie wollen: Für eine günstige Monatspauschale bieten Netflix und UPC Cablecom Filme und Fernsehserien auf Abruf an. Die Infos, das Interview mit Netflix-CEO Reed Hastings («SRF muss sich sorgen!») und die Kolumne von Digital-Experte Reto Vogt («Superbequem»).

Illustration Netflix
Per Fernbedienung Filme auswählen und unbegrenzt geniessen.

Täglich um 19.30 Uhr kommt die «Tagesschau», donnerstags um halb elf «Aeschbacher», am Sonntag um 20.05 Uhr der «Tatort». Was lange galt, war einmal. Zumindest wenn es nach UPC Cablecom und Netflix geht.

Die Firmen stellen erstmals in der Schweiz für einen monatlichen Fixbetrag geschätzte 2000 Kinofilme und Fernsehserien auf Abruf bereit. Die Zuschauer bestimmen, wann sie was sehen. Es gibt keine numerische Grenze, beschränkt sind die Dienste einzig durch die limitierte Auswahl an Titeln. Heisst: Neue Filme und aktuelle Serien fehlen leider bei beiden. Netflix bietet eine grössere Anzahl Titel als UPC Cablecom mit ihrem Flatrate-Dienst MyPrime. Das Angebot unterscheidet sich besonders bei den Serien. Das Filmangebot ist ähnlich. Grund: Beide Firmen müssen das Lizenzrecht einhalten.

Wer bei UPC Cablecom Kunde ist, zahlt monatlich zehn Franken für den Dienst. Bei teuren Abos ist My­Prime inbegriffen. Das Angebot von Netflix lässt sich einen Monat lang gratis ausprobieren. Danach kostet es wahlweise 12, 13 oder 18 Franken pro Monat. Je höher der Preis, desto besser die Bildqualität, und auf desto mehr Geräten können die Inhalte gleichzeitig abgespielt werden. Letzteres ist bei UPC Cablecom ausgeschlossen, dafür erhalten alle stets das bestmögliche Bild.

Einfacher ist für Kunden des Schweizer Providers die Einrichtung: MyPrime ist per Knopfdruck auf der Fernbedienung abrufbar. Wer den US-Dienst Netflix einschalten will, braucht einen internetfähigen Fernseher oder muss ein Zusatzgerät kaufen.

Autor: Reto Vogt