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10. September 2012

«Das Aufräumen schiebe ich oft hinaus»

Auf diesen Tag wartet Lukas Flüeler schon den ganzen Sommer: Am 12. September startet die Schweizer Eishockeymeisterschaft. Dann hat der Goalie der ZSC Lions endlich wieder eine gute Ausrede, um nicht aufräumen zu müssen.

Lukas Flüelers Zuhause
MEIN ZUHAUSE: «Ich lebe seit drei Monaten in Zürich und geniesse das Stadtleben... In der charmanten Altbauwohnung fühle ich mich sehr wohl. Von der Terrasse aus hat man eine fantastische Aussicht.»
ZSC-Goalie Lukas Flüeler
ZSC-Goalie Lukas Flüeler

Name: Lukas «Luki» Flüeler (23)

Sternzeichen:Waage

Wohnort: 8004 Zürich

Wieso wohnen Sie in Zürich?Mein WG-Kollege Yves Müller und ich wollten in die Stadt ziehen. Eine Wohnung in Zürich zu finden, ist nicht einfach. Wir haben eine Chance erhalten und packten sie. Es ist lässig: Erstmals kann ich von meinem Wohnort mit dem Velo einkaufen und in den Ausgang.

Wo würden Sie gerne leben?Immer in der Schweiz. Momentan hat es mir Zürich angetan. Aber wenn ich eine Familie gründe, ziehe ich lieber aufs Land. Ich bin im Zürcher Oberland aufgewachsen und möchte einst als Vater mit meiner Familie die Natur erleben — so wie ich sie als Bub erlebt habe.

Beruf und Lebenslauf:Meine Juniorenzeit verbrachte ich beim EHC Kloten. 2006 absolvierte ich ein Jahr bei der kanadischen Juniorenmannschaft Ottawa 67's. Damals ist es mir im Eishockey nicht so gut gelaufen, aber menschlich habe ich viel gelernt. Seit 2007 spiele ich bei den ZSC Lions, 2008 gab ich mein Debüt in der Nationalliga A, seit 2011 bin ich Stammgoalie. Daneben studiere ich Betriebsökonomie.

Mein Ziel:Den Meistertitel mit den ZSC Lions zu erreichen, war mein schönster Moment im Sport. Ich will ihn so schnell wie möglich wieder erleben, am liebsten schon in der kommenden Saison. Und irgendwann möchte ich an einer WM spielen.

Was ich mag:Ich habe gerne Gesellschaft, meine Familie, Kollegen. Es gibt nichts Schöneres, als spezielle Momente mit dem persönlichen Umfeld zu teilen.

Was ich nicht mag:Neid und Eifersucht.

Was ich an mir nicht mag:Das Aufräumen und Lernen schiebe ich oft auf den letzten Moment hinaus.

Mein Lieblingsessen:Der Rahmspinatkuchen meiner Mutter.

Mein bester Entscheid:Zu den ZSC Lions zu wechseln. Der Verein hat mich gefördert und alle Versprechen eingehalten.

Lieblingsprodukt: Bio-Erdbeerkonfitüre aus der Migros

MEIN LIEBLINGS-PRODUKT: «Das Frühstück vor dem Training ist für mich sehr wichtig geworden. Ich esse immer dunkles Brot mit Erdbeerkonfi.»

Mein Ding: Weltkarte mit Fähnchen
Das Ding: Weltkarte mit Fähnchen

MEIN DING: «Durch meinen Sport bin ich viel in skandinavische Länder und nach Nordamerika gereist. Ich habe damit angefangen, Orte, die ich besucht habe, auf der Weltkarte mit einem Fähnchen zu markieren. Meine nächsten Reiseziele sind Afrika und Australien.»

Flüeler in Montur auf dem Eis
Training: Flüeler in Montur auf dem Eis

MEIN TRAINING: «Unter der Woche trainieren wir ein- bis zweimal täglich auf der Kunsteisbahn Oerlikon. An den Spieltagen müssen wir unsere Ausrüstung von dort ins Hallenstadion tragen, das sich vis-à-vis befindet.»

Lektüre: Unterlagen zum Betriebswirtschaftstudium
Lektüre: Unterlagen zum Betriebswirtschaftstudium

MEINE LEKTÜRE: «Ich studiere im fünften Semester Betriebsökonomie an der Fernfachhochschule Schweiz. Derzeit schlage ich mich mit Wirtschaftsstatistiken herum. Das Thema ist kompliziert, aber zu bewältigen. In die Schule gehe ich jeweils am Montagnachmittag.»

MEIN ZUHAUSE: «Ich lebe seit drei Monaten in Zürich und geniesse das Stadtleben mit all seinen Vorteilen. In der charmanten Altbauwohnung fühle ich mich sehr wohl. Von der Terrasse aus hat man eine fantastische Aussicht auf die Stadt.»

Sucht: TV-Serien schauen
Sucht: TV-Serien schauen

MEINE SUCHT: «Während der Eishockeysaison schaue ich mir am Vorabend vor den Spielen zum Ablenken TV-Serien an. Dazu gehören ‹Californication›, ‹Modern Family› und ‹Entourage›. Das ist Erholung für meinen Körper und Geist.»

Der Fluchtort am Zürichsee
Der Fluchtort am Zürichsee

MEIN FLUCHTORT: «Der Zürichsee ist zum Abschalten genial. Im Sommer gehe ich dort einen Kaffee trinken, zum Schwimmen oder Bootsfahren. Vor drei Jahren habe ich die Motorbootprüfung absolviert.»

Autor: Reto Wild