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01. September 2014

Cooles Chamäleon

Microsofts Surface Pro 3 verwandelt sich je nach Einsatzzweck vom Tablet zum Notebook. Der Kauf lohnt sich aber nicht in jedem Fall.

Surface Pro 3
Mit dem mitgelieferten Stift lässt sich das Surface Pro 3 fernsteuern.

Es ist fast wie beim Spiel mit der Blume, bei dem man ein Blatt nach dem anderen von der Blüte zupft: «Tablet, Notebook, Tablet, Notebook, …»: Das Surface Pro 3 verwandelt sich in knapp einer Sekunde ins gewünschte Gerät, indem man eine magnetische Tastatur mit dem 12 Zoll grossen Touchscreen verbindet. Der Mechanismus ist stabil. Praktisch: Der frei einstellbare Ständer ermöglicht in jeder Situation den optimalen Blickwinkel aufs Display.

Optisch macht das DIN-A4-grosse und fingerbreit dünne Gerät einen starken Eindruck und lässt keine Wünsche offen. Auch wenn es mit seinem Design ans iPad erinnert, bietet es vor allem bei den Anschlüssen mehr: Zum Beispiel lässt sich der Speicher erweitern oder eine USB-Maus anschliessen.

Auch punkto Leistungsfähigkeit muss sich das neue Surface nicht verstecken: Selbst in der günstigsten Ausführung für 1150 Franken mit Tastatur ist es für E-Mails, Surfen und Alltagsspiele gerüstet. Im Unterschied zum Tablet von Apple ermöglicht das Surface Pro 3 dank Windows-8.1-Betriebssystem ausserdem die Installation von PC-Software, etwa zur Bild- und Textverarbeitung.

Die Arbeit steht vor dem Spassfakfor

Die Bedienung des Geräts erfolgt einerseits via Berührung am Bildschirm, andererseits per Tastatur und Maus. Alternativ dazu steht ein Eingabestift zur Verfügung: Dieser startet auf Knopfdruck das Notizprogramm, das Handschrift erstaunlich genau digitalisiert. Wer ein Tablet sucht, ist beim Surface Pro 3 falsch: Dafür ist es zu teuer und mit 1,1 Kilogramm zu schwer. Um unterwegs zu arbeiten, eignet sich das coole Chamäleon dagegen gut.

Autor: Reto Vogt