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18. November 2013

Claude Longchamps wichtigste Daten des 20. Jahrhunderts

Claude Longchamp (56), Leiter der Gesellschaft für praktische Sozialforschung (gfs) und Politologe, listet die für ihn weltweit zehn wichtigsten Daten und für die Schweiz fünf herausragende auf.

Claude Longchamp
Claude Longchamp, Leiter der Gesellschaft für praktische Sozialforschung (gfs) und Politologe. (Bild zVg)

DIE TOP 10 DER WELTGESCHICHTE

1914: Attentat von Sarajewo, Ausbruch des 1. Weltkriegs

1917: Russische Revolution, Ende des Zarenreiches, Aufstieg der Bolschewiki, der zur Gründung der kommunistischen Sowjetunion und zum Ende des 1. Weltkriegs führte.

1929: Weltwirtschaftskrise, Erschütterung der Ökonomie, die zum Aufstieg der undemokratischen Rechtsparteien und der Machtübernahme der NSDAP führte, was in den 2. Weltkrieg mündete.

1945: Sturz von Adolf Hitler, Ende des Zweiten Weltkrieges, Neubeginn in Europa mit der EWG/EU.

1949: Ende des chinesischen Bürgerkriegs, der zur Gründung der Volksrepublik China unter Mao Tse-Dong führte.

1957: Beginn der Raumfahrt, Höhepunkt der Polarisierung zwischen der USA und
der Sowjetunion.

1968: Ausbruch der Jugendrevolte, welche die westliche Welt nachhaltig verändert.

1989: Fall der Berliner Mauer, Ende des Kalten Krieges, Zerfall der Sowjetunion.

2001 (11.9): Attentat auf die Twin-Tower; Beginn der Spannungen zwischen christlicher und islamischer Welt.

2008: Ausbruck der globalen Finanzmarktkrise, Wahl von Barack Obama zum 1. schwarzen Präsidenten der USA.

DIE TOP 5 DER SCHWEIZ

1918: Landesstreik, die Arbeiterschaft wird zur politischen Kraft. Durchbruch für das Proprozwahlrecht im Nationalrat, was die FDP-Vorherrschaft beendet.

1959: Beginn der Zauberformel, sie stabilisiert die Regierungsbildung und -zusammensetzung als Vierparteienregierung. DIes ist der wichtigste Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg.

1971: Frauenstimm- und wahlrecht, die Schweiz holt damit das Erwachsenenwahlrecht nach, das in den meisten Ländern 1918/19 eingeführt wurde.
1992: EWR-Entscheidung, Schweiz wählt den Weg ausserhalb einer EU-Mitgliedschaft, profitiert wirtschaftlich, hat sich aber politisch isoliert.

2002: UNO-Beitritt. Schweiz öffnet sich (spät) gegenüber der Welt, und setzt ein Zeichen der internationalen Verbundenheit.