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22. Juli 2013

«Musik versöhnt die Menschen»

Fünf Wochen Musik, 50 Konzerte, Dutzende Weltstars: Das ist das sechste Festival da Jazz in St. Moritz. Für Direktor Christian Jott Jenny heisst das organisieren, planen, rumweibeln. Hie und da stiehlt er sich für eine Genussstunde davon, meist an den See.

Bündner Domizil von Christian Jott Jenny
MEIN BÜNDNER DOMIZIL: «Dieses winzige Häuschen miete ich seit fünf Jahren. Es liegt im Wald und nahe am See und hat etwa die Grösse und Ausstattung eines Wohnwagens. Abseits vom St. Moritzer Trubel finde ich hier Stille und Erholung.»

Name: Christian Jott Jenny (34)

Sternzeichen: Löwe

Wohnorte: Engadin, Zürich, Berlin

Christian Jott Jenny beim Schwimmen mit einem Hut wie Gottlieb Duttweiler ihn oft anhatte.
MEIN VORBILD: «Gottlieb Duttweiler. Er war ein grossartiger Mensch, unerreicht in seinem Engagement für die Menschen und gesegnet mit einem unerschöpflichen Unternehmergeist. Bewundernswert.»

Mein Vorbild:

Gottlieb Duttweiler. Er war ein grossartiger Mensch, unerreicht in seinem Engagement für die Menschen und gesegnet mit einem unerschöpflichen Unternehmergeist. Bewundernswert.

Wieso leben Sie im Engadin, in Zürich und in Berlin?

Das weiss ich nicht. Fragen Sie mein Schicksal. Aber es ist ganz gut dort!

Wo würden Sie gerne leben?

Auf dem Mond. Oder in der Dutti-Villa im Park «Im Grüene» in Rüschlikon ZH. Ich war als Kind oft da, ich bin quasi da aufgewachsen.

Christian Jott Jenny auf der Terrasse seines Lieblingsrestaurants
Christian Jott Jenny auf der Terrasse seines Lieblingsrestaurants Muottas Muragl.

Worauf ich mich gerade am meisten freue:

Das Gratiskonzert von Earth, Wind and Fire auf dem Muottas Muragl am 23. Juli 2013 um 19h.

Beruf und Lebenslauf:

Musisches Gymnasium Unterstrass, Zürich. Ausbildung zum klassischen Opernsänger (Tenor) an der renommierten Hochschule für Musik Hanns Eisler zu Berlin. Amtsvorsteher des Amtes für Ideen. Gründer und künstlerischer Generaldirektor des Festival da Jazz in St.  Moritz. Unterwegs auch als Gesellschaftstenor unter dem Namen «Leo Wundergut».

Mein Ziel:

Ein schönes, einfaches Grabmal mit der Inschrift: «Hier liegt ein guter Mensch.»

Altes Handy von Nokia
MEIN DING: «Das museumsreife Handy von Nokia ist etwa 17 Jahre alt. Damit kann ich weder mailen noch im Internet surfen. Das find ich toll, denn wer nicht kann, muss auch nicht.

Mein Ding:

Das museumsreife Handy von Nokia ist etwa 17 Jahre alt. Damit kann ich weder mailen noch im Internet surfen. Das find ich toll, denn wer nicht kann, muss auch nicht.»

Mein Motto:

Es muess eifach luschtig sii!

Was ich mag:

Harmonie. In der Musik und im Leben.

Was ich nicht mag:

Sozialneid, Griesgrämigkeit, Pessimismus.

Was ich an mir mag:

Meine Spontaneität und mein Improvisationstalent.

Was ich an mir nicht mag:

Meine Unentschlossenheit.

Mein bester Entscheid:

Dass ich nach Berlin ausgewandert bin.

Mein schlimmster Moment:

Als Leo Wundergut auf der Bühne: Wenn die Lacher nicht kommen. Oder wenn das Publikum nicht berührt ist.

Meine Schwäche:

Meine Harmoniesucht.

Mit meinem Bikeboard flitze ich in ganz St. Moritz herum – bei Bedarf auch über den Albula.
Mit meinem Bikeboard flitze ich in ganz St. Moritz herum – bei Bedarf auch über den Albula.

Mein Lebenseinstellung:

Es kann immer noch perfekter sein.

Mein Fahrzeug

Mit meinem Bikeboard flitze ich in ganz St. Moritz herum – bei Bedarf auch über den Albula.

www.festivaldajazz.ch

Autor: Yvette Hettinger

Fotograf: Thomas Hablützel