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08. Juli 2013

Camping für Könige

Es muss nicht immer das kleine Zweierzelt vom verstaubten Estrich sein. Viele Campingplätze bieten spezielle Unterkünfte für Familien und Paare. Zehn ausgefallene Beispiele.

Camping wie beim Fürst
Camping wie beim Fürst (Bild: fischers-fritz.ch).

Ein schwerer Polstersessel steht auf geknüpften Teppichen. Dazu frische Blumen, eine Kommode und ein altes, bequemes Holzbett. Zur Begrüssung wird eine Flasche Champagner gereicht. Sie ahnen es: Wir befinden uns auf einem Campingplatz am Ufer des Zürichsees. Bei Fischers Fritz lässt sich das Safarizelt für 150 Franken pro Nacht bewohnen – ein eigenes Gartenplätzli direkt am Wasser inklusive.

Da geht's hoch hinaus: Campen im Baumhaus
Da geht's hoch hinaus: Campen im Baumhaus (Bild: campingsaignelegier.ch).

Etwas höher hinaus gehts in Saignelegier . In fünf Meter Höhe befindet sich ein Baumhaus mit einer Fläche von 36 Quadratmetern mit Wohnzimmerecke, Gasherd und Schlafzimmer. Kein einziger Nagel soll beim Bau verwendet worden sein, sodass der Wohnraum eins mit der Natur ist, die das Haus umgibt. Eine Familie mit vier bis fünf Personen bezahlt für die Nacht 150 Franken.

Zweistöckige Cabanes bieten genügend Platz für eine ganze Familie
Zweistöckige Cabanes bieten genügend Platz für eine ganze Familie (Bild: TCS).

Auf dem TCS-Campingplatz in Solothurn finden sich ebenfalls Unterkünfte mit einem festen Dach über dem Kopf. Die zweistöckigen Cabanes bieten eine geschlossene Küche, Wohnzimmer mit Fernsehgerät, Dusche/WC sowie eine gedeckte Pergola mit einem Tisch und Stühlen an. Für eine Nacht (ab zwei Personen) werden je nach Saison zwischen 120 und 210 Franken fällig.

Gemütlich campieren in einem Pod
Gemütlich campieren in einem Pod (Bild: TCS).

Weitere bezugsbereite Häuschen bieten gleich mehrere Schweizer Campingplätze. Sei es in Form eines Bungalows am Sempachersee oder als sogenannter Pod. Das ist eine spartanisch eingerichtete Holzschale mit Schafswolleisolierung – zum Beispiel in Bern-Eymatt für 60 bis 90 Franken pro Nacht.

Als Alternative dazu eignet sich besonders für Wasserratten oder Nostalgiker eine Pfahlbauhütte am Greyerzersee. Terrasse mit Seesicht, Grill, Küche und einem Kanu sind im Wochenmietpreis von bis zu 980 Franken inbegriffen. Familien mit bis zu fünf Personen finden in den fast komplett aus Holz gebauten Häuschen Platz.

Schlafen in der Röhre
Schlafen in der Röhre (Bild: TCS).

Sprichwörtlich in die Röhre schauen dagegen Camper in Thun, da in einer übergrossen Blechbüchse geschlafen wird. Jede der fünf «Swiss Tubes» bietet eine Wohnfläche von 30 Quadratmetern an mit vier, sechs oder acht Betten und Dusche/WC. Alle Zimmer verfügen über ein grosses Panoramafenster mit Türe und Seesicht. Die Nacht kostet bis zu 200 Franken.

Am Baum baumelnd übernachten
Am Baum baumelnd übernachten (Bild: waldseilgarten-hoellschlucht.de).

Rund 100 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt finden echte Abenteurer ihr Glück. Im bayrischen Pfronten-Kappel schlafen Gäste auf einer Holzplatte, die in einer Höhe von sieben Metern zwischen zwei Bäumen schwebt. Das lässt sich fast nur noch mit einem Zelt steigern, das an einem dicken Ast eines grossen Baums hängt. In das sogenannte Portaledge klappen Auf- und Abstieg nur mit Hilfe eines Seils. Ein bisschen höher hinaus gehts aber noch: Ganz Mutige legen sich in ein Netz, das an einer überhängenden Felswand auf bis zu 300 Metern befestigt ist. Na dann gute Nacht.

Autor: Reto Vogt