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27. Februar 2017

Braucht es die Smartwatch?

Spielzeug, Geldverschwendung oder Must-have – wie sinnvoll und nützlich sind Smartwatches wirklich? Die Vor- und Nachteile intelligenter Uhren.

Bezahlen mit der Smartwatch
Nur eine von vielen praktischen Funktionen: Bezahlen mit der Smartwatch. (Bild: Getty Images)

Google hat kürzlich mit Android Wear 2.0 die neue Version des eigenen Smartwatch-Betriebssystems veröffentlicht – zusammen mit zwei Uhren von LG. Die Watch Style und Watch Sport sind die neuen Vorzeigemodelle. Auch Apple dürfte dieses Jahr eine verbesserte Apple Watch vorstellen. Aber lohnt sich der Kauf einer intelligenten Armbanduhren überhaupt? Der Hype ist deutlich abgeflacht, und den Herstellern ist es bis anhin nicht gelungen, ein echtes Bedürfnis zu schaffen.

Trotzdem finden viele User offenbar Gefallen daran, jeden Tag ein weiteres Gerät aufladen zu dürfen. Falls auch Sie damit liebäugeln, Ihr Handgelenk upzugraden, seien Sie sich der folgenden Vor- und Nachteile von Smartwatches bewusst.

Vorteile

Alles im Blick: Statt bei jedem Vibrieren das Handy zu zücken, reicht ein Blick aufs Handgelenk.

Fitness: Schrittzähler, Pulsmesser, GPS: Je nach Modell kriegt man jede Menge Sensoren für Sport und Gesundheit. Die Apple Watch bietet Bewegungserinnerungen, die Samsung Gear S3 besitzt ein Barometer für alle, die hoch hinaus wollen. Dank GPS kann das Handy beim Joggen zu Hause bleiben, LTE macht die Smartwatch komplett autark.

Interaktion: Sprachnachrichten, Kurznachrichten und sogar Telefonieren ist möglich.

Bezahlen: Kontaktloses Zahlen geht am einfachsten per Smartwatch – bisher primär via Apple Pay. Falls die Verbreitung zunimmt, liegt hier das grösste Potenzial.

Nachteile

Ladegerät: Praktisch alle Smartwatches müssen täglich aufgeladen werden – auf Ausflügen muss ein zusätzliches Ladegerät mit.

Benachrichtigungsterror: Wer sich schon über das ständige Vibrieren des Handys aufregt, sollte sich den Kauf einer Smartwatch gut überlegen. Vor neuen Nachrichten und Fitnesstipps gibt es kein Entkommen.

Oh Winter! Trägt man eine dicke Jacke, ist es vorbei mit dem schnellen Blick aufs Handgelenk. Der Griff zum Smartphone ist da deutlich praktischer.

Killerfeature? Fehlanzeige! Der Hauptgrund, warum sich Smartwatches nicht richtig durchsetzen, ist ein fehlendes Killerfeature: eine Funktion, die man wirklich will und braucht.

FAZIT
Auch wenn das Killerfeature bislang fehlt, haben Smartwatches durchaus ihren Reiz. Man muss sich einfach ihrer Limiten bewusst – und von ihren Stärken überzeugt sein.

Autor: Philipp Rüegg