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15. September 2014

Blutti Promis

Jennifer Lawrence
An einem Diebstahl ist nie die Technik schuld: Nacktbild-Opfer Jennifer Lawrence. (Bild: Keystone)

Auf die gestohlenen Nacktselfies von Hollywood-Schauspielerinnen reagierten viele Menschen genau gleich. Auf die Entrüstung, wie unsicher Onlinespeicher seien, folgte die Frage, wo man die Bilder sehen könne.

Dazu zwei Dinge: Erstens ist an einem Diebstahl nie die Technik schuld, sondern der Dieb, und zweitens ist auch die Privatsphäre von Prominenten zu respektieren.

Beim aktuellen Fall fällt auf, dass alle Betroffenen ihre Fotos beim Speicherdienst iCloud von Apple abgelegt hatten. Ob eine Sicherheitslücke ausgenützt wurde oder es ein gezielter Angriff auf Prominente war, steht nicht zweifelsfrei fest. Klar ist nur, dass Apple den Zugang zu den Daten schlechter absichert als die Konkurrenz. Es genügt nicht, bereits nach der Beantwortung von Sicherheitsfragen wie nach dem ersten Vorgesetzten oder der Lieblingsmannschaft das Passwort zurücksetzen zu können. Solche Informationen lassen sich durch Google oder soziale Netzwerke viel zu einfach erfragen.

Erst seit zwei Monaten können Schweizer Apple-Nutzer ihr Konto durch die «Zwei-Wege-Authentifizierung» abriegeln. Dort wird vor jedem Login ein PIN-Code an das eigene iPhone geschickt, um Fremdzugriffe zu verhindern.

Um den Mechanismus einzurichten, loggen sich Nutzer bei http://appleid.apple.com ein, beantworten zwei Sicherheitsfragen und tragen das gewünschte Gerät ein. Die Aktivierung dauert drei Tage. Mehr Infos: http://bit.ly/appleidch

Wo sichern Sie Ihre persönlichen Daten? Diskutieren Sie in den Kommentaren mit.

Autor: Reto Vogt