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22. September 2014

Bitte mit scharf!

Fernseher mit OLED-Bildschirmen zeigen so schöne Bilder wie nie zuvor. Erstmals kosten die Geräte weniger als 3000 Franken.

OLED-Technik
Scharfe neue TV-Welt: Danke OLED-Technik sind die Bilder kontrastreicher denn je. (Bild: Fotolia)

Auf Handys und Tablets sind sie schon längst Standard, bei Fernsehern werden sie erst jetzt salonfähig: OLED-Bildschirme. Sie bestehen aus selbstleuchtenden, organischen Leuchtdioden und kommen ohne das umweltschädigende Quecksilber aus. Weil OLED keine Hintergrundbeleuchtung braucht, sinkt der Stromverbrauch in den Wohnzimmern. Darüber hinaus ermöglicht die Technik speziell hohe Kontrastwerte und damit das schärfste Fernsehbild aller Zeiten. Speziell: Es braucht keine extra aufbereiteten Inhalte. Um das ganze Potenzial von OLED-Geräten zu erleben, genügt bereits das weitverbreitete Full-HD.

Allerdings ist die Technik noch so jung, dass noch zu wenig über ihre Lebensdauer bekannt ist. Das organische Material leuchtet nicht ewig – ausserdem haben die Grundfarben Rot, Grün und Blau eine unterschiedliche Lebenserwartung. Dadurch können mit der Zeit unschöne Farbstiche entstehen. Hersteller wie LG und Samsung können aber entscheidend dazu beitragen: Da die verwendeten Materialien anfällig auf Sauerstoff, Wärme und Feuchtigkeit sind, müssen sie hermetisch abgeriegelt verarbeitet werden. Je besser das gelingt, desto länger leuchtet der Fernseher kraftvoll und konstrastreich.

Seit die ersten OLED-Fernseher vor zwei Jahren präsentiert wurden, sind die Preise von damals 10 000 Franken um mehr als die Hälfte gesunken. Melectronics bietet als erster Händler der Schweiz ein Gerät unter 3000 Franken an: den LG Curved OLED mit einer Bildschirmgrösse von 55 Zoll.

Autor: Reto Vogt