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25. November 2013

Bezahl, so viel Du willst!

Die jetzige Zeit ist für die Schweizer Hotellerie besonders schwierig: Es ist weder richtig Winter noch Herbst. Um die Zimmer in der Zwischensaison vom 6.–20. Dezember zu füllen, führen 12 Hotels «Pay what you want» ein.

Hotel Belvedere Scuol: Für eine Nacht so viel bezahlen wie man will
Hotel Belvedere Scuol: Für eine Nacht so viel bezahlen wie man will (Bild: zVg).

Weihnachten/Neujahr gehört zur absoluten Hochsaison in der Schweizer Hotellerie. Entsprechend schwierig ist es, die Zeit vor den Feiertagen mit Gästen zu füllen. Die Hotels (Reihenfolge gemäss Preis, «Gädi» ist am günstigsten, das «Guarda Golf» ab 900 Franken am teuersten) Gädi, Grächen VS; Beau-Séjour, Champéry VS; Greulich, Zürich; Vogelsang, Eich LU; Allegra, Pontresina GR; Dante, Lugano TI; Waldhotel, Davos-Platz GR; Eden, Spiez BE; Belvédère, Schuls GR; Sonne, Zermatt VS; Villa Hornegg, Ennetbürgen NW; sowie Guarda Golf, Crans-Montana VS, gehen einen ungewöhnlichen Weg: Gäste, die in der Zeit vom 6. bis zum 20. Dezember zwei Nächte buchen, bezahlen in der ersten Nacht den ausgeschriebenen Hotelpreis. Den Tarif für die zweite Nacht legen die Kunden selbst fest. Rein theoretisch könnten die Kunden also dafür nur zehn Franken bezahlen.

Hotel Eden Spiez
Hotel Eden Spiez

Das Kürzel dazu heisst «PWYW». Daniela Bär, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Schweiz Tourismus, sagt: «,Pay What You Want’ ist ein häufig zitiertes Modell. Die Gäste können Leistungen und Freundlichkeit selbst und direkt honorieren.» Die Aktion sei denn auch im Rahmen des Projekts «Freundlichstes Hotel, bei dem wir den Hotels die Möglichkeit bieten, dieses Zukunftsmodell zu testen». Und, räumt Daniela Bär ein, «mit dieser Aktion tragen wir dazu bei, die Vorsaison zu beleben.»

Lanciert wurde «PWYW» erst vor wenigen Tagen. Deshalb gibt es noch keine Erfahrungswerte.

Meine Hoteltipps aus dem Dutzend: das «Belvédère» (Doppel ab 330 Franken), das «Allegra» (Doppel ab 250 Franken, allerdings nur 3 Sterne) sowie das «Eden» (310 Franken) über der Bucht von Thun, das einst ein Singlehotel war.

Autor: Reto Wild