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20. April 2015

Beauty-Tipps für den Mann

Der moderne Mann tut heutzutage gleich viel für sein Aussehen wie die Frau.

In der Kosmetikabteilung findet der Mann von heute alles für ein gepflegtes Äusseres
In der Kosmetikabteilung findet der Mann von heute alles für ein gepflegtes Äusseres (Bild: Getty Images).

Die Zeiten, in denen Männer ratlos und überfordert vor den Beautyregalen standen, sind vorbei. Das britische Forschungs- und Marketinginstitut Mintel hat aktuell rund 50 000 Männer aus ganz Europa zu ihrem Konsumverhalten in Sachen Kosmetik befragt.

67 Prozent der Befragten gaben an, dass sie täglich ein speziell für Männer entwickeltes Produkt verwenden, davon wiederum 30 Prozent, dass für sie Attraktivität und ein gepflegtes Aussehen an oberster Stelle stehen.

Das ist doppelt so viel wie bei einer Befragung vor fünf Jahren. Die beliebtesten Produkte bei Männern sind Anti-Aging-Cremes, Deodorants, Haarpflegeprodukte, Duschgels und alles rund um die Rasur.

Im Durchschnitt beginnt der moderne Mann, sich ab dem 25. Lebensjahr intensiver mit seiner Schönheitspflege zu befassen. Er informiert sich im Internet oder in Männermagazinen, lässt sich beraten (nicht selten von seiner Partnerin) und greift in Regalen im Laden dann selbstbewusster nach den Produkten, die ihn ansprechen.

Vor 50 Jahren undenkbar

Der weltweite Markt für Männerpflege legte letztes Jahr doppelt so stark zu wie der für Frauen- oder Unisexprodukte. Er liegt bei einem jährlichen Gesamtumsatz von über 30 Milliarden Franken – mit einem Wachstum von sieben Prozent pro Jahr.

Nicht nur medial, sondern auch gesellschaftlich ist der Mann heute mit neuen Profilen und Vorbildern konfrontiert.

Wenn einer gut aussieht und zugibt, einiges dafür zu machen, wird er nicht als eitler Geck verpönt. Im Gegenteil. Das Bild eines Mannes, der sich eine Feuchtigkeitsmaske gönnt, ist in den Köpfen angekommen.

So etwas wäre vor 50 Jahren noch undenkbar gewesen. Der modisch-wuchernde Bart ist bezeichnenderweise nicht etwa Ausdruck besonders archaischer Männlichkeit, sondern ein sehr sorgfältig ausgewähltes und gepflegtes Lifestylestatement.

Autor: Martina Bortolani