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19. November 2012

Bärenstark und doch leise

Ein Familienauto ohne Allrad kommt für die Dürsts aus Davos nicht in Frage. Der Kompakt-SUV Mazda CX-5 hat sie in der Testwoche aber auch mit seinen anderen Qualitäten überzeugt.

Andri, Samira, Sabine und Walter Dürst
Unterwegs zum Wandern: Andri, Samira, Sabine und Walter Dürst (von links).

Familie Dürst aus Davos Platz GR hat den Mazda CX-5 in den Bündner Bergen auf Herz und Nieren getestet. «Wir fuhren damit aber auch an die Olma», erzählt Walter Dürst (46). Die ideale Gelegenheit, die Familientauglichkeit des Kompakt-SUVs auf einer etwas längeren Strecke zu prüfen. Und der Schnee, der während der Testwoche Mitte Oktober bereits gefallen war, kam den Dürsts gerade recht. «Da wir in den Bergen wohnen, ist Allradantrieb für unser Familienauto Pflicht», sagt der Immobilienverwalter.

«Obwohl er grösser ist, als er wirkt, lässt er sich leicht rangieren», lobt die Drogistin Sabine Dürst (44). «Der Laderaum reicht selbst für Feriengepäck zu viert. Und die Kinder haben sich im luftigen Fond wohlgefühlt.» Ihr Gatte fügt an: «Und wir uns vorne. Man sitzt prima, das Auto ist hochwertig gemacht, gut bedienbar, und Assistenzsysteme sorgen für Sicherheit.» Walter Dürsts Highlight sind die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht: «Die machen die Nacht zum Tag!»

Familie Dürst mit dem Mazda CX-5
Familie Dürst mit dem Mazda CX-5.

Beim Nachwuchs kommt das Design gut an. «Der CX-5 lächelt einen an», sagt Andri (16). Samira (14) ist nicht ganz so begeistert: «Von hinten sehen ihm viele Autos ähnlich. Vorne sieht er aber toll aus.» Auch die Innenausstattung gefällt grundsätzlich. «Andri kann sein iPhone kinderleicht via Bluetooth koppeln und Musik hören», sagt der Familienvater, «und für Samiras lange Beine gibt es genug Platz.» Gar keine Kritik? «Nur Details», sagt Walter Dürst. «So fehlt bei der automatischen Schaltung die Beleuchtung der Gangnummern, der Totwinkelwarner gibt ab und zu Fehlalarm, und es dürften noch mehr und grössere Ablagen vorhanden sein.»

Der CX-5 nimmt die Kurven spielerisch-sportlich
Alles andere als klein ist in der Topversion des CX-5 der bärenstarke 175-PS-Diesel. «Er hat richtig viel Punch, selbst beim Überholen am Berg, und das ohne Lärm», berichtet Walter Dürst. Und auch das Stopp-Start-System funktioniere prima. Auf 1000 Testkilometern verbrauchte Familie Dürst im Schnitt 7,8 Liter pro 100 Kilometer. «Angesichts der Energie, die der CX-5 aus dem Treibstoff kitzelt, ist das fair», sagt Sabine Dürst. «Und das Auto macht Spass, es nimmt die Kurven spielerisch-sportlich, Unebenheiten der Strasse federt es souverän ab.»

Klingt begeistert. Fährt Familie Dürst also bald einen Mazda CX-5? «Für uns wäre er ideal als Familienwagen, zumal man sehr viel Auto für sein Geld bekommt», sagt Walter Dürst. «Trotzdem passt er im Moment nicht in unser Budget. Wir warten, bis von diesem Auto Occasionen erhältlich sind.»

CO2-Richtwerte

Die CO2-Werte des Mazda CX-5Skyactiv-D 2.2 HP AWD
Die CO2-Werte des Mazda CX-5Skyactiv-D 2.2 HP AWD.

Der Verbrauch des Mazda CX-5 Skyactiv-D 2.2 HP AWD
2015 sollen die Neuwagen in der Schweiz im Schnitt nur noch 130 g/km ausstossen. Geht man von einer kontinuierlichen Senkung des letzten ermittelten Werts (2011: 155 g/km) aus, bedeutet das für 2012 einen Richtwert von 149 g/km. Der Testwagen liegt mit 144 g/km knapp darunter.

INFORMATIONEN ZUM BEWERTUNGSSYSTEM

Neues CO2-Emissionsgesetz

Bis 2020 sollen die Schweizer CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 20 Prozent sinken. Per 1. Mai 2012 gilt in der Schweiz deshalb das revidierte CO2-Gesetz für neue Personenwagen. Angewendet wird es für alle neuen PW, die ab dem 1. Juli 2012 erstmals hierzulande immatrikuliert werden. Im Jahr 2015 dürfen die neuen Personenwagen im Schnitt maximal 130 g/km an CO2 ausstossen, was einem Norm-Gesamtverbrauch von etwa 4,9 Liter Diesel bzw. rund 5,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer für Benziner entspricht. Für Gasantriebe gelten gesonderte Bestimmungen.

Überschreitung sanktioniert

Der Wert von 130 g/km CO2 wird stufenweise eingeführt. Im Jahr 2012 müssen ihn 65 Prozent der Neuwagen, 2013 dann 75 Prozent und im Jahr darauf 80 Prozent der neuen Personenwagen erfüllen. Erreicht ein Importeur den spezifisch für ihn anhand Zielwert und Gewicht errechneten Schnitt nicht, wird die Sanktionsabgabe fällig, zum Beispiel 142,5 Franken pro Gramm ab dem vierten Gramm (1 bis 3 Gramm sind vergünstigt).

Bewertung im Migros-Magazin

Die Bewertungsgrafik im Migros-Magazin geht zwecks anschaulicherer Einstufung der Fahrzeuge von einer kontinuierlichen Senkung aus. Die Grundlage dafür ist der letzte ermittelte CO2-Durchschnitt aller Neuwagen: 155 Gramm pro Kilometer im Jahr 2011. Sinkt der CO2-Ausstoss bis zum angestrebten Ziel von 150 Gramm pro Kilometer im Jahr 2015 kontinuierlich, ergeben sich daraus unsere Zielwerte – wie etwa 149 Gramm pro Kilometer für 2012. Anhand dieses Wertes werden die von uns vorgestellten Autos im Migros-Magazin beurteilt.

Autor: Timothy Pfannkuchen