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09. Dezember 2013

Auf zu den Nationalparks in den Vereinigten Staaten

Als Folge des Budgetstreits wurden am 1. Oktober 2013 alle 401 Nationalparks und Monumente der USA geschlossen. Jetzt haben diese wieder geöffnet.

Bryce Canion im Bundesstaat Utah
Bryce Canion im Bundesstaat Utah (Bild: Keystone).

2012 haben die Parks über 282 Millionen Touristen angelockt: Mit 9,7 Millionen Besuchern war der Great Smoky in den Appalachen der beliebteste, gefolgt vom Grand Canyon und dem Yosemite.

Meine liebsten Nationalparks in den USA
1. Bryce Canyon, der kleine Bruder des Grand Canyon, Cedar City als Ausgangspunkt wählen, lässt sich gut mit dem Zion kombinieren. Ende Oktober gibts kaum Touristen und noch keinen Schnee.
2. Everglades in Florida, im Sumpfgebiet leben Vögel, Alligatoren und Bären.
3. Joshua Tree, wunderschöne Wüstenlandschaft im Südosten Kaliforniens.
4. Ellis Island, die Manhattan vorgelagerte Insel zeigt die Geschichte der 12 Millionen Immigranten.
5. Acadia, in Maine, Halbinsel im Atlantik, steile Berge, Seen, Sonnenaufgang vom Cadillac Mountain geniessen.
6. Volcanoes, auf Hawaii, führt zum Kilauea, dem aktivsten Vulkan der Welt.

Gut zu wissen: Wenn möglich Hauptreisezeit während der Sommerschulferien meiden. Vorsicht Wintereinbruch: Der Tioga-Pass im Yosemite-Nationalpark ist beispielsweise jeweils nur bis Oktober geöffnet.

Die schönsten Erholungsgebiete in den USA abseits der Nationalparks:

High Line Park in Manhattan.
High Line Park in Manhattan.
Der Prospect Park in Brooklyn / New York.
Der Prospect Park in Brooklyn / New York.

• High Line Manhattan: Die über 2 Kilometer lange Hochbahnstrasse im Westen von Manhattan (Meatpacking District) ist heute eine Parkanlage. Man spaziert hoch über den Strassen von New York. Besonders schön ist es dort oben im Frühling.
• Prospect Park Brooklyn: Es muss nicht immer Manhattans Central Park sein. Der Prospect Park befindet sich drei Kilometer südöstlich des historischen Zentrums von Brooklyn Heights und begeistert mit See, Zoo, Sportanlagen und vielen Bäumen, die sich im Herbst in leuchtendem Gold präsentieren.
• Cape Cod Massachusetts: Die Halbinsel im Süden von Boston heisst wörtlich übersetzt Kap Kabeljau und ist umgeben von vielen Eilanden. Gehört zu den beliebtesten Ferienorten an der Ostküste. Besonders schön ist die Cape Cod National Seashore mit Orten wie Provincetown, Truro, Wellfleet, Eastham, Orleans oder Chatham.
• Busch Gardens Florida: In Tampa Bay, einer Mischung aus Zoo und Freizeitpark, was fast schon zu skurril anmutenden Begegnungen führen kann – nämlich dann, wenn riesige Achterbahnen zu sehen sind und im Hintergrund Giraffen.
• «Singender Sand» in Indiana: Eine Fahrtstunde ab Chicago erreicht man am Südende des Lake Michigan im Bundesstaat Indiana eine 6000 Hektar grosse Dünenlandschaft. Die Beschaffenheit des Sands in den Indiana Dunes ist so speziell, dass dieser bei Druck und Reibung der Füsse einen Musikton erzeugt. Eine Kombination aus Quarzkristallen und Feuchtigkeit macht es möglich. Die Wege sind sandig und von Gräsern bewachsen. Von der 60 Meter hohen Düne Mount Tom hat man bei klarem Wetter Sicht auf die Wolkenkratzer Chicagos.
• Cedar Breaks in Utah: Wenn der Bryce Canyon der kleine Bruder des Grand Canyon ist, ist Cedar Breaks der kleine Bruder des Bryce Canyon. Kein Nationalpark, aber ein National Monument mit bizarren Erosionsformen im Sandstein. Beste Reisezeit: Ende Juni zur Blütezeit der Lupinen. In der Nähe von Cedar City.
• 17-Mile Drive in Kalifornien: Die Strasse in Montereys Nachbarschaft verläuft zwischen Pebble Beach und dem Del Monte Forest, vorbei an Golfplätzen, Villen und schönen Ausblicken auf den Pazifik. Ideal für alle, welche die Natur gern im Wagen entdecken – ganz in der Art der Amerikaner …
• Muir Woods in Kalifornien: Die Mammutbäume in der Nähe von San Francisco sind kein Nationalpark, sondern «nur» ein National Monument. Trotzdem lohnt sich der Ausflug zu diesen gigantischen Bäumen sehr.

Autor: Reto Wild