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23. Februar 2015

Auf die Plätze, fertig …

… und ab in die Gummistiefel: Im Garten gibts bereits einiges zu tun.

Gärtner in Gummistiefeln am Buddeln mit Spaten
Gut gestiefelt ist halb gebuddelt! (Bild: Fotolia).

Mag der Winter sein letztes Wort auch noch nicht gesprochen haben: Nutzen Sie frost- und schneefreie Tage, um Ihren Garten frühlingsfit zu machen. Ist die Erde etwas abgetrocknet, kann im Gemüsebeet der Boden bereits mit dem Sauzahn durchgezogen, grössere Steine herausgeklaubt und die letztjährige Gründüngung flach eingearbeitet werden. Als erstes Doping eignet sich reifer Kompost: Vier bis sechs Liter pro Quadratmeter für Starkzehrer wie Kartoffeln und Kohlgewächse, zwei bis drei Liter für Mittelzehrer wie Rüebli und Zwiebeln sowie ein bis zwei Liter für Schwachzehrer wie Erbsli, Bohnen und Kräuter.

Im Herbst gepflanzte Stauden frieren bei Frost gern hoch – ein Festdrücken des «gelupften» Wurzelballens verhindert ihr Austrocknen. Alte Triebe und Blütenstände werden nun bodennah abgeschnitten. Das Schnittgut bitte vorerst liegen lassen, in den Halmen überwintern zahllose Nützlinge. Fetthenne, Sonnenhut und Astern mit einem scharfen Spaten teilen und versetzen.

Der Schnitt von Sträuchern und Bäumen sollte spätestens bis Ende Monat erfolgen, dann beginnt die Brutzeit von Amsel und Co. Bei Frostschäden an Kirschlorbeer und Stechpalme ruhig bis ins gesunde Holz schneiden. Und wer im Herbst vergessen hatte, Blumenzwiebeln zu stecken, kann dies jetzt noch nachholen: Osterglocken sehen nämlich auch nach Ostern nett aus.

Autorin Almut Berger alias "Frau Bohnebluescht" theorisiert nicht etwa nur, sie steigt auch selbst in die Gummistiefel.

Autor: Almut Berger