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01. Dezember 2014

Neuste Smartwatches im Test

Navi, News und SMS: Sind die intelligenten Uhren sind bereit für den Einsatz im Alltag?

Beim Blick aufs Handgelenk heisst es heute nicht mehr «Ui, schon so spät?», sondern «Ach, schon wieder so viele neue E-Mails!»

Smartwatches beinhalten kein mechanisches Uhrwerk mehr, sondern einen Minicomputer, der im Prinzip genau dasselbe macht wie ein Handy – nur eben am Handgelenk.

Samsung Gear S

Nachdem in den letzten Jahren viele Prototypen erschienen sind, bringen die Hersteller erstmals gelungene Armband-PCs auf den Markt: LG die G Watch R ( bei Digitec für 269 Franken erhältlich ) und Samsung seine Gear S (demnächst bei Melectroncis für 379 Franken erhältlich). Funktional unterscheiden sich die schlauen Uhren kaum voneinander. Beide zeigen neue E-Mails, Nachrichten oder anstehende Termine. Zudem lassen sich Kontakte abrufen, Musik abspielen oder der schnellste Weg nach Worb anzeigen.

Touchscreens lassen sich erstaunlich gut bedienen

Anders ist die Bedienung: Zwar verfügen beide über einen Touchscreen, der sich trotz des kleinen Displays erstaunlich gut bedienen lässt. Aber das Modell von LG ist auf Sprachsteuerung ausgerichtet. Wer diese Uhr benutzen will, muss wie Knight Rider mit seinem Armbandhelfer sprechen. «OK, Google, wie ist das Wetter in Bern?», und die richtige Antwort folgt postwendend. Optimisten nennen das gewöhnungsbedürftig, alle anderen: unbrauchbar.

LG G Watch R
LG G Watch R

Samsung hats besser gelöst, und nicht nur das: Im Gegensatz zum LG-Modell, das stets eine Verbindung zu einem Android-Telefon benötigt, funktioniert die Gear S selbständig. Möglich machen das SIM-Karten-Einschub (eine zweite Karte mit derselben Rufnummer kostet extra) und integriertes W-Lan. Käufer müssen trotzdem ein Galaxy-Telefon von Samsung besitzen, um die Uhr einzurichten.

Autor: Reto Vogt