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23. September 2013

Apfsolution

Links das neue iPhone 5S, rechts iPhone 5C (Bild: zVg).

Apple-Fans stöhnen auf. Statt nur einem iPhone stellte der Konzern erstmals zwei neue Telefone vor. Bald gibt es sie hier zu kaufen und die Liebhaber des angebissenen Apfels werden wieder mal die Kreditkarten zücken. Bei vielen ist es ein Reflex: Ohne nachzudenken, ob sie das neue Gerät überhaupt brauchen, wird bestellt oder — noch schlimmer — vor dem Apfelladen campiert. Dabei sind die Neuvorstellungen in diesem Jahr wieder nur ein Zwischenschritt: Heissen die Geräte doch 5C und 5S. Die grösseren Sprünge gibt es wie in der Vergangenheit in geraden Jahren. Heuer spart sich Apple abgesehen vom farbigen Gehäuse echte Anpassungen sogar ganz: Das günstigere iPhone 5C kommt mit denselben Hardware-Spezifikationen wie sein Vorgänger. Wer das iPhone 5 besitzt, muss nicht kaufen. Dem neuen Flaggschiff 5S spendiert der Hersteller einen schnelleren Prozessor, eine verbesserte Kamera und einen Fingerabdruckleser, der das Entsperren des Telefons per Daumendruck ermöglicht. Eine Neuerung hin zu noch mehr Einfachheit oder eine gefährliche Entwicklung in Zeiten grosser Datenunsicherheit? Weder noch. Sie ist schlicht unnötig. Bei Notebooks gibt es diese Identifizierungsmöglichkeit schon lange, ohne dass sie jemand ernsthaft ­verwendet. Trotzdem werden Fans wieder die Apfsolution erteilen und den Franken rollen lassen

Autor: Reto Vogt