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20. Februar 2017

Anlagen für verschiedene Risikobudgets

Der Finanzexperte Sacha Marienberg schreibt über aktuelle Anlage- oder Sparthemen. Diesmal: Der Weg zum Anlageerfolg führt über eine kluge und langfristige persönliche Anlagestrategie.

Je höher der Aktienanteil, desto höher sind die Rendite- und Risikoerwartungen. Die Rendite (Re) zeigt die durchschnittliche jährliche Entwicklung. Als Risikomass (Ri) dient die Volatilität, die die Schwankungsbreite auf jährlicher Basis misst.

Wer hätte ihn nicht gern, den ultimativen Börsentipp, die todsichere Gewinneraktie, die abgeht wie eine Rakete. Anleger pflegen damit zu prahlen, wie erfolgreich sie ihr Geld an der Börse anlegen. Daraus zu schliessen, dass die Mehrheit der Anleger mit diesem Vorgehen reich wird, ist natürlich falsch. Denn es sind nicht einzelne Börsentipps, die darüber entscheiden, ob das Vermögen langfristig wertvermehrend angelegt ist, sondern die Definition einer Anlagestrategie und das Festhalten daran.

Studien zeigen, dass gegen 90 Prozent des langfristigen Anlageergebnisses durch die Wahl der richtigen Vermögensaufteilung bestimmt wird. Vergleichsweise unbedeutend sinddie Titelselektion und das Timing. Das Herauspicken vermeintlich erfolgversprechender Einzeltitel und die Suche nach dem richtigen Investitionszeitpunkt tragen also nur wenig zum Anlageerfolg bei.

Zentral für eine kluge Anlagestrategie ist die Bestimmung der langfristig optimalen Vermögensallokation und damit die Aufteilung des Ersparten auf verschiedene Anlageklassen wie Obligationen und Aktien, aber auch die Berücksichtigung verschiedener Regionen und Währungen. Dieses Vorgehen ist generell sinnvoll, weil es das Risiko reduziert und das Depot robuster gegen Schocks macht.

Neben der Streuung des Vermögens ist für die Definition der Anlagestrategie das Verhältnis von Aktien und Obligationen relevant. Aktien sind risikoreicher als Obligationen, haben langfristig jedoch auch mehr Wertsteigerungspotenzial. Doch wo liegt die optimale Aktienquote?

Die optimale Aktienquote gibt es nicht. Die Quoten unterscheiden sich von Anleger zu Anleger und werden mittels Fragebogen bestimmt. Das Anlegerprofil beurteilt die Fähigkeit und die Bereitschaft, Risiken an Finanzmärkten einzugehen, und definiert das Risikobudget des Anlegers. Daraus ergibt sich die individuelle Aktienquote.

Ihre Bank hilft Ihnen dabei, Ihr persönliches Anlegerprofil zu erstellen und die für Sie richtige Anlagestrategie zu bestimmen. Sprechen Sie sie darauf an. Es lohnt sich!

Infos und konkrete Umsetzungsvorschläge: blog.migrosbank.ch

Autor: Sacha Marienberg