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18. November 2013

Andreas Urs Sommer zu den wichtigsten Geschichtsdaten

Andreas Urs Sommer (41), Professor der Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, antwortet auf die Anfrage, die zehn bedeutendsten Daten der Welt- und die fünf wichtigsten der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts zu nennen.

Andreas Urs Sommer
Andreas Urs Sommer, Professor der Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau.

Ihre Planung für das Heft zum John F. Kennedy-Attentat finde ich verheißungsvoll.
Was den ersten Teil angeht (Andreas Urs Sommer stand dem Migros-Magazin für ein längeres Interview zur Bedeutung herausragender Daten des 20. Jahrhunderts und der Geschichte zur Verfügung, Anm. d. Red.), so verzichte ich jedoch lieber auf ein Daten-Ranking, denn die eigentlichen, langfristigen Entwicklungen
halten sich nicht an Jahreszahlen, sondern kommen, wenn Sie mir den Ausdruck von Nietzsche erlauben, auf «Taubenfüßen» daher.

Natürlich wären beispielsweise das Attentat von Sarajevo vom 28. Juni 1914 oder der Beginn des Ersten Weltkrieges zentrale Daten, aber wenn man sich
an diesen Daten festkrallt, verliert man leicht die Vor- und Nachgeschichten aus dem Blick.

Ein einziges Datum zur Schweizergeschichte will ich doch nennen: Der 7. Februar 1971, die Annahme des Frauenstimmrechts in einer eidgenössischen
(Männer-)Volksabstimmung.