Archiv
07. März 2016

Akne bei Erwachsenen

Nicht nur Teenager leiden unter Akne. Auch Erwachsene können davon betroffen sein. Was man dagegen tun kann: Die Tipps und Youtube-Tutorials zum Pickel-Abdecken.

Pickel (Illustration: izabe.la)
Illustration: izabe.la / Kombinatrotweiss

Lästige Pickel, entzündliche Pusteln. Ab und zu plagen sie uns auch als Erwachsene. Kleine Hautirritationen, mitunter hormonell bedingt, sind normal. Bei gut 30 Prozent der Frauen ab 30 Jahren übersteigen sie aber die Norm einzelner «Bibeli». Betroffene leiden dann unter der sogenannten «Akne tarda», der Spätakne.

Während sich der Prozentsatz der klassischen Pubertätsakne nicht verändert hat, ist er bei der «Akne tarda» in den vergangenen 20 Jahren gestiegen. «Die Ursachen dafür sind multifaktoriell», sagt die Dermatologin Myriam König vom Gesundheitszentrum Santémed in Winterthur. «Wahrscheinlich hat es mit sich verändernden Umwelteinflüssen zu tun.»
Will heissen: Stress, falsche Ernährung, hormonelles Ungleichgewicht, schlechte Verdauung oder zu reichhaltige Kosmetikprodukte können die Talgproduktion anregen.

Somit unterscheidet sich die Spätakne von der Entstehung her nicht von der Pubertätsakne: Die Talgdrüsen der Haut produzieren zu viel Talg. Dadurch verhornen die Hautporen, wodurch diese wiederum verstopfen. Et voilà: Mitesser und Pickel entstehen.

Beim Dermatologen Rat holen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die lästigen Pusteln wieder loszuwerden. «Letztlich ist die Behandlung ähnlich wie bei der Pubertätsakne», sagt Dermatologin Myriam König. Medizinische Cremes oder Gels, die desinfizierende, antientzündliche, antibakterielle und hautberuhigende Substanzen beinhalten, versuchen die Talgproduktion zu reduzieren und die Verhornung zu normalisieren. Aber: «Die meisten Substanzen wirken auch austrocknend. Das sollte bei der reiferen Haut beachtet werden, da diese ja per se trockener ist als die eher fettige Haut der Pubertierenden.»

Bei schwerer Akne können allenfalls auch Medikamente eingenommen werden, deren Zusammensetzung auf Antibiotika oder Vitamin-A-Präparaten basiert. Bei diesen muss jedoch mit Nebenwirkungen gerechnet werden. Betroffene sollen sich daher unbedingt von ihrem Arzt beraten lassen.
Eine weitere Möglichkeit? «Sehr gute Erfahrungen haben wir mit den sogenannten chemischen Peelings mit Fruchtsäuren gemacht», sagt Myriam König, «dabei wird die Hornschicht der Haut abgetragen und die Kollagenbildung angeregt.»

Ein Besuch beim Dermatologen ist in jedem Fall empfehlenswert. «Oft wird Akne auch mit der sogenannten Rosacea, auch Couperose, verwechselt», sagt König. «Das ist eine chronische, entzündliche Erkrankung von Gefässen und Talgdrüsen des ­Gesichts und tritt ebenfalls nach dem 30. Lebensjahr auf.»

Makellose Haut als Ziel

Zwei Tutorials zeigen, wie Akne am besten zum Verschwinden gebracht wird. Und eine Bloggerin schildert, wie sie im Web wegen Pickel fertiggemacht wurde.

Wenn sie erst mal da sind, sollte man sie auch gewähren lassen – auch wenn es in den Fingern juckt. Denn Pickel sollten nicht ausgedrückt werden.
Die Gefahr ist gross, dass ein schwellendes Bibeli sich zu einem hoch entzündlichen Schwelbrand entwickelt.

Darum lieber gut abdecken. Diese Video-Tutorials zeigen, wie es am einfachsten geht:

Wie man Akne am besten abdeckt

Pickel perfekt abdecken – makellose Haut zaubern (englisch)‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬

Von der gleichen englischen Bloggerin Em Ford(My Pale Skin) gibt es dieses eindrückliche Video, in dem sie zeigt, wie Internet-Haters sie wegen ihrer Pickel fertiggemacht haben.

Autor: Andrea Vogel