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08. Oktober 2012

Ägypten: Sicherheit, Nachhaltigkeit, Angebote & Besonderes

Hier finden Sie alles Wissenswerte zu Fragen der Sicherheit oder Nachhaltigkeit, Details zu den Angeboten und landestypische Besonderheiten bei einer Reise zu den Oasen oder sonstwo nach Ägypten.

Fata Morgana
Eine Fata Morgana in der Sandebene Abu Monkar.

DIE REISEDETAILS

Die Swiss fliegt viermal wöchentlich von Zürich direkt nach Kairo und zurück. Preis: Zirka 800 Franken. Am Ende der beschriebenen Wüstentour empfiehlt sich ein Inlandflug von Luxor nach Kairo. Die gleiche Strecke lässt sich auch umgekehrt absolvieren, also per Flug von Kairo nach Luxor und von dort mit dem Jeep nach Kharga, Dahkla, Farafra, Bahareya und Kairo.

Die beschriebene Reise kann bei Amin Travel gebucht werden.
Kosten: 1185 Fr. pro Person im Doppelzimmer, inklusive Unterkünfte mit Vollpension, Fahrer und Guide. Exklusiv Flüge.

Amin Travel bietet auch massgeschneiderte Reisearrangements an, weitere Oasen per Jeep, Kameltrekking und Special-Interest-Touren, zum Beispiel über Geologie.
www.amin-travel.ch

Die beste Reisezeit für die Wüste sind die Monate von Oktober bis April.
ZUR SICHERHEIT

Seit der Wahl Mohammed Mursis zum Präsidenten ist die Lage im Land ruhig und das Reisen durch die westliche ägyptische Wüste ungefährlich. Abgeraten wird von Reisen in den Sinai im Norden Ägyptens. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) informiert laufend über die Sicherheitslage in Ägypten, auf www.eda.admin.ch
Dort sind ebenfalls Tipps über das richtige Verhalten im Land aufgeführt.

Aus Sicherheitsgründen sollte man eine Reise durch die Wüste und in Oasen nicht auf eigene Faust unternehmen. Bei einer Panne ist man schnell verloren. Mietwagen werden aus der Schweiz nicht organisiert, Busreisen sind nicht komfortabel und führen nur in die Oasenhauptorte.

In gewisse Gegenden wie die Weisse Wüste gelangt man ausschliesslich mit einem Reiseleiter und einem Fahrer.

Eingangs und ausgangs jeder Oase werden die passierenden Touristen registriert. Der Fahrer muss die voraussichtliche Ankunft beim nächsten Checkpoint angeben. Taucht die Gruppe zu dieser Zeit nicht auf, wird eine Suchaktion eingeleitet.

Der Tourismus ist während der Revolution je nach Landesteil um 30 bis 50 Prozent eingebrochen. Mittlerweile erholt er sich wieder, doch noch bleiben abseits der Badeorte die grossen Touristenströme aus, was für den einzelnen Gast angenehm ist. Zudem sind die Preise so tief wie noch nie.
TYPISCH FÜR ÄGYPTEN

Die Temperaturen in der Wüste schwanken stark zwischen Tag und Nacht. Empfehlenswert ist lockere, luftige Kleidung für den Tag und warme Jacken für die Nacht. Ägypten ist ein islamisches Land. Kurze Röcke und tiefe Ausschnitte sind unpassend und unhöflich.

Trinkgeld (in US-Dollars oder ägyptischen Pfund) wird überall erwartet und ist ein wichtiger Lohnbestandteil für die teilweise mausarme Bevölkerung. Fragen Sie Ihren Veranstalter nach den gängigen Beträgen. Kindern schenkt man besser Kugelschreiber oder zuckerfreie Bonbons. Bestellen Sie die ägyptischen Pfund bei Ihrer Bank mindestens ein paar Tage vor Antritt der Reise.

Viele der Jeepfahrer, die Touristen durch die Wüste führen, sind Beduinen. Sie kennen die Gegend blind, wissen, wo Campieren erlaubt und Autofahren ungefährlich ist. Sie kochen, bereiten das Nachtlager vor und geben gerne Auskunft über ihren ehemaligen Lebensraum, die Wüste – auch wenn die Gespräche oft die Übersetzungshilfe des Reiseleiters nötig machen.

Die Reiseleiter aus Kairo sprechen zum Teil sehr gepflegtes Deutsch, obwohl sie nie einen Fuss ausser Landes gesetzt haben. Wie alle Einheimischen freuen sie sich, wenn die Gäste ein paar Brocken Arabisch sprechen und oft «shukran» sagen – «danke».

ZUR ÖKOLOGIE DER ÄGYPTENREISE

Zur Förderung des ökologischen Tourismus wurde in Ägypten der «Green Star» ins Leben gerufen, ein Label für umweltfreundliche Hotelbetriebe. 20 Hotels am Roten Meer haben den Green Star bereits erhalten. Weitere sollen folgen. Infos bald auf:
www.greenstarhotel.net

Zur Pflege der Oase und der Weissen Wüste haben sich in Bahareya Naturfreunde die Organisation Desertlovers gegründet. Sie wollen unter anderem jedes Jahr am Earth Day die Wüste reinigen.
www.bahariyaoasis-ngo.org

Um die Wüste sauber zu halten, sollte man auch als Tourist darauf achten, keinen Abfall liegen zu lassen.

Autor: Yvette Hettinger

Fotograf: Pascal Mora