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07. November 2016

Packen Sie es am Schopf

Nicht nur mit den Haaren, sondern auch mit der Kopfhaut hat es sich gewaschen. Wie man welchen Kopfhauttyp am besten pflegt. Und: Die besten Tipps für die Haare («Haare pflegen wie die Profis»).

Kopfhaut, Haare
Probleme mit der Kopfhaut? Mit diesen Tipps haben Sie den Durchblick (Bild: GettyImages).

Die Haut ist das grösste Sinnesorgan, und dazu gehört auch die Kopfhaut. Gerade die richtige Pflege der Kopfhaut ist eminent wichtig, denn oftmals sind Schuppen oder ein juckender Schopf die Folge von gut gemeinter, aber falscher Pflege.

Bei Juckreiz ist oftmals eine zu trockene Kopfhaut die Ursache. Zu häufiges Haarewaschen, ein falsches Shampoo oder zu heissen Föhnen tun ihr Übriges. Die Folgen sind: Austrocknung, Schuppen oder Juckreiz. Sollte bei Ihrer Pflege hingegen alles stimmen, können auch hormonelle Veränderungen, Stress, Medikamente oder sogar ein Pilz oder ein Ekzem zu den Beschwerden führen.

Welcher Kopfhauttyp sind Sie?

Normale Kopfhaut: Die Talgdrüsen produzieren so viel Tag, dass das Haar nicht fettig wird.

Fettige Kopfhaut: Es findet eine Überproduktion von Talg statt, die Haare werden zu fettig.

Trockene Kopfhaut: Die Talgdrüsen produzieren zu wenig Fett, der Kopfhaut fehlt Feuchtigkeit.

Schuppige Kopfhaut: Schuppen kann es sowohl bei trockener wie auch fettiger Kopfhaut geben. Stress oder Veränderungen im Hormonhaushalt können die möglichen Ursachen sein.

Bei fettiger Kopfhaut sollten Sie Ihr Haar so wenig wie möglich waschen. Klingt paradox, ist es aber nicht. Denn zu vieles Waschen kurbelt die Talgproduktion an. Je länger Sie zwischen den Waschintervallen warten, umso weniger Talg wird produziert. Ausserdem sollten Sie auf Hüte oder Kappen verzichten, denn jeder mechanische Druck auf die Haarwurzeln stimuliert die Talgproduktion.

Sollten Sie unter trockener Kopfhaut leiden, wählen Sie ein möglichst mildes Shampoo. Ideal ist eines, das über Feuchtigkeit spendende Inhaltsstoffe oder Öle verfügt. Leider kann aber gerade auch das Pflegeprodukt hinter der gereizten Kopfhaut stecken, denn von einem Tag auf den anderen kann eine allergische Reaktion darauf entstehen. Wechseln Sie darum Ihr Produkt und schauen Sie, ob der Juckreiz nachlässt.

Sollten Sie unter Schuppen leiden, achten Sie auf deren Grösse: bei trockener Kopfhaut sind die abgestorbenen Hautschuppen nämlich eher klein, bei fettiger Kopfhaut gross. Die Auslöser der Schuppen sind leider mannigfaltig: Stress, Klima, falsche Ernährung, hormonelle Veränderungen, Allergien. Ein Anti-Schuppen-Shampoo kann zur Besserung beitragen. Ihr Schopf dankt es Ihnen auch, wenn Sie ihn ab und zu mit einem Öl wie Oliven- oder Kokosnussöl pflegen.

Sollten die Beschwerden sich jedoch nicht verbessern, kann am besten ein Arzt helfen. Denn möglicherweise werden die Schuppen mit einem seborrhoischem Ekzem oder einer Hautpilzerkrankung verwechselt, welche immer nur von einem Arzt behandelt werden kann.

Autor: Andrea Vogel