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02. September 2013

Die besten Attraktionen und Adressen für Berlin

Seit Kurzem haben Nutzer von Smartphones an über 100 Berliner Hotspots kostenlosen Zugang ins Internet – beispielsweise in Mitte, Hackescher Markt, Unter den Linden oder am Kollwitzplatz, der für seine vielen Restaurants bekannt ist.

East-Side-Gallery in Berlin

Berlin ist die Stadt der Museen. Meine Favoriten: 1. Museum am Checkpoint Charlie (der Klassiker, der fast alles über die Berliner Mauer und tragische Fluchtversuche von der DDR zur BRD zeigt, mit U6 bis Kochstrasse). 2. Jüdisches Museum (Bau von Daniel Libeskind, zeigt 2000 Jahre deutsch-jüdische Geschichte, ebenfalls mit U6). 3. DDR-Museum (weltweit einmalig, beim Berliner Dom). 4. Gedenkstätte Hohenschönhausen (ehemaliges Sowjet- und Stasi-Gefängnis, Besuch nur mit Führung möglich). 5. Deutsches Currywurst Museum (seit 2009, mit Checkpoint kombinieren).

Es muss nicht immer Currywurst sein. Meine liebsten Restaurants: 1. Facil (die beste Gourmetadresse der Stadt, im Hotel Mandala beim Potsdamer Platz), 2. Lochner (Lokal ist ein wenig steril, dafür begeistern Essen und Service), 3. Altes Zollhaus (stimmiges Lokal, super Service, regionale Küche).

Preiswerte Alternativen: Ali Baba an der Krossener Strasse 17 (Imbissbude bei der Simon-Dach-Strasse in Friedrichshain, vielleicht das kleinste libanesische Restaurant Berlins, für zehn Euro pro Person inklusive Getränke kann man sich den Bauch voll schlagen), Madang (ruhiges koreanisches Restaurant an der Genisenaustrasse 8 in Kreuzberg) oder Miseria & Nobilità (Italiener an der Kopernikusstrasse 16 in Friedrichshain, super Essen und Bedingung, dieses Lokal kommt in kaum einem Reiseführer vor). Wer auf Rivella und Valser Wasser nicht verzichten möchte und gerne Käse oder Schnitzel hat, geht ins weiss gestylte Restaurant Schneeweiss an der Simplonstrasse 16, ebenfalls in Friedrichshain.

Es ist kein Zufall, dass ich so viele Restaurants im Stadtteil Friedrichshain empfehle. Das Viertel ist bei einheimischen (Studenten) sehr beliebt, und mit der Simon-Dach-Strasse gibt es eine Auswahl von rund zwei Dutzend verschiedenen, unglaublich preiswerten Restaurants – egal, ob indisch, türkisch, südostasiatisch und, und, und.

Die besten Sehenswürdigkeiten: Zur Einstimmung empfehle ich eine Segway-Tour, am besten vor der Abreise buchen . Selbst Berlin-Wiederholern rate ich, mal eine Schifffahrt auf der Spree zu machen. Die Kommentare sind sehr informativ und unterhaltend, beispielsweise bei Stern und Kreisschiffahrt (Einsteigen beim Berliner Dom). Mit www.sightjogging-berlin.de kann man Berlin joggend anschauen.

Wer Berlin lieber auf eigene Faust erkundet:

1. EastSideGallery zwischen den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg: Hier sieht man den Rest der schrecklichen Mauer, die bis 1989 Berlin in Ost und West trennte. Heute ist es die weltweit längste dauerhafte Open-Air-Galerie, 1,3 Kilometer lang.
2. Das Reichstagsgebäude am Platz der Republik in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Das von Norman Foster gestaltete Gebäude ist architektonisch sehr interessant und bietet eine super Sicht auf die Stadt. Das Restaurant Käfer ist empfehlenswert. Nachteil: Im Eingang finden Sicherheitskontrollen wie am Flughafen statt (Ausweis nicht vergessen).
3. Wer an Architektur und Kultur interessiert ist, sollte sich die Kulturbrauerei anschauen. Sie ist 25 000 Quadratmeter gross und am besten mit der U-Bahn U2 bis Eberswalder Strasse erreichbar. Immer wieder finden dort auch Anlässe statt.
4. Der Schweizer Frank Sippel hat auf dem Gelände einer ehemaligen Malzfabrik in Berlin ein Kreativzentrum gegründet (das Migros-Magazin hat darüber berichtet).

Berlin ist auch eine Stadt der Seen. Wieso nicht mal eine Schifffahrt auf dem Wannsee? Wussten Sie, dass Sie auf dem Wasserweg von Berlin bis zur Ostsee fahren können?

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild