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21. Juli 2014

10 Tipps für Umsteiger

Genug von von sinnloser Routine mit viel Stress? Sie haben es in der Hand: Zehn Fragen und Antworten, wie Sie einen langweiligen Job an den Nagel hängen und etwas tun, das Ihnen wirklich gefällt. Lesen Sie rechts ausserdem das Porträt eines umgestiegenen Nestlé-Managers.

Marco Zaugg, Coach und Buchauto
Marco Zaugg, Coach und Buchautor (Bild: zVg).

Seine Passion zum Beruf machen, mehr Zeit für sich haben, dem Alltagstrott entfliehen, endlich mal etwas Sinnvolles tun: Viele träumen davon, ihren Job an den Nagel zu hängen, aber nur wenige verwirklichen sich tatsächlich. Marco Zaugg, Coach und Co-Autor des Buchs «Aussteigen – Umsteigen» (kürzlich in der dritten Auflage erschienen) beantwortet die wichtigsten zehn Fragen rund ums Thema:

1. Ist Aussteigen oder Umsteigen das Richtige für mich?

Wenn Sie bei Ihrem Job leiden, frustriert sind und keine Perspektive sehen, dann sollten Sie es sich zumindest überlegen.

2. Warum hilft in einem solchen Fall der Wechsel des Arbeitgebers allein nicht?

Weil die Aufgabe oft dieselbe bleibt und sich nach ein paar Monaten wieder Routine einschleicht.

3. Wie finde ich heraus, was mich befriedigt?

Gehen Sie zurück zu Ihren Wurzeln: Fragen Sie sich, was Ihre Interessen und Neigungen sind und welches Ihre Hobbys waren, als Sie noch Zeit dafür hatten.

4. Mein Umfeld sagt mir ständig, meine Wünsche seien unvernünftig. Wie bringe ich das aus meinem Kopf?

Lassen Sie sich nicht verunsichern. Halten Sie an Ihren Träumen fest und speisen Sie Ihre Energie damit. Setzen Sie sich attraktive Ziele.

5. Wie gehe ich am besten vor?

Kaufen Sie ein Notizbuch und notieren Sie, was Ihnen zu Ihrem Leben und Ihrer beruflichen Situation einfällt. Das ermöglicht eine beobachtende Haltung, ohne das eigene Handeln zu bewerten.

6. Mein Entscheid reift langsam ... Was sind die nächsten Schritte?

Schalten Sie in den Veränderungsmodus und gestalten Sie Ihren Alltag neu: Wählen Sie eine andere Beiz oder tun Sie etwas, das Sie schon lange tun wollten. Damit signalisieren Sie Ihrem Gehirn, dass Sie langsam auch für grössere Schritte bereit sind.

7. Manchmal überwiegt aber doch die Angst bei mir – wie überwinde ich Sie?

Vor nichts fürchtet sich der Mensch so sehr, wie vor Veränderungen. Angst vor Veränderungen ist normal. Gehen Sie langsam vor, machen Sie kleine Schritte. Dazu kann zum Beispiel schon gehören, erstmal überhaupt Informationen einzuholen und mit Menschen zu sprechen.

8. Wie eliminiere ich die letzten Zweifel?

Benutzen Sie öfter das Wort «man»? Wer das häufig sagt, wirkt schwammig und versteckt sich hinter einer allgemeinen Aussage. Ersetzen Sie «man» durch «ich», und schon erhalten Ihre Aussagen mehr Gewicht, auch sich selbst gegenüber.

9. Was ist zu tun, wenn es nicht so schnell vorangeht, wie ich es mir wünsche?

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Gehen Sie Schritt für Schritt, bis sich eine Eigendynamik entwickelt.

10. Mein Chef ist gar nicht begeistert von meinen Plänen, was sage ich ihm?

Kaum jemand startet von 0 auf 100. Eine Idee ist, Ihr Pensum zunächst auf 80 Prozent zu reduzieren, später vielleicht auf 50. Nutzen Sie die freigewordene Zeit, um Ihren Plan vorzubereiten und langsam ein zweites Standbein aufzubauen.

Autor: Reto Vogt