28. August 2017

Am Puls der Zeit

1968 lancierte die Migros unter dem Namen Mirexal eine eigene Uhrenlinie. Sammler freuen sich bis heute an den soliden Zeitmessern.

Reparaturservice Ende der 60er-Jahre: Fachleute halten Mirexal-Uhren in Stand. Quelle: MGB-Archiv
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Männer in weissen Kitteln beugen sich konzentriert über zierliche Armbanduhren. Sie kontrollieren das Innenleben der Zeitmesser und stellen sicher, dass sie einwandfrei funktionieren. Das Foto ist Ende der 60er-Jahre in einer Reparaturwerkstatt entstanden. Fachleute kümmerten sich hier um die Wartung von Mirexal-Uhren.

Im September 1968 hatte die Migros diese Marke lanciert. Die etablierten Uhrenhändler waren alarmiert, denn die neuen Chronometer aus dem Supermarkt waren nicht nur solide und formschön, sondern auch ausgesprochen günstig. Aus dem Fachhandel war zu hören, es handle sich um Wegwerfprodukte. Doch das Gegenteil traf zu: Mit einem eigenen Reparaturservice stellte die Migros von Anfang an sicher, dass Mirexal-Uhren ihre Besitzer viele Jahre lang begleiteten.

Schon zwölf Monate nach dem Start hatte die Detailhändlerin über 120 000 Chronometer verkauft. Die Mirexal-Uhren waren nun ein fester Bestandteil des Sortiments. Sie wurden im Lauf der Zeit in immer neuen Varianten angeboten; auch veritable Taucheruhren kamen in den Verkauf.

Ab 1983 wurde die Marke Mirexal in der Migros von neuen Uhrenlinien abgelöst. Sammler freuen sich aber heute noch an den frühen Modellen. In diesem Video demonstriert ein Fan, dass eine Mirexal-Uhr Jahrzehnte nach der Herstellung wasserdicht geblieben ist.

Hält dicht: Ein Sammler legt ein Mirexal-Modell aus den 60er-Jahren in einen Bach. Quelle: Youtube

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