20. August 2019

Alternativen zu Netflix

Noch dominiert Netflix auf dem Schweizer Markt der Streaming-Anbieter, aber das könnte sich ändern. Nun kommt Disney+ – und das ist erst der Anfang.

Dreikampf der Streaminganbieter
Mit «Star Wars»-Laser gegen den Ring der Macht: Bald tobt die Schlacht der Streamingdienste.
Lesezeit 3 Minuten

Eine wachsende Anzahl Serien- und Filmfans verzichtet ganz auf ein klassisches Fernsehabo und nutzt stattdessen Streamingdienste wie Netflix. Der Vorteil: Es ist meist preiswerter, und man kann gezielt aussuchen, was man wann schauen möchte. Zwar gibt es noch keinen TV- und Film-Streamingdienst, der wie Spotify für die Musik mit einer fast vollständigen Bibliothek aufwartet. Doch Netflix deckt ein breites Bedürfnis ab und ist mit seinem Angebot in der Schweiz unerreicht.

Bis jetzt. Denn diese drei Konkurrenten schlafen nicht: Am 12. November geht der Streamingdienst Disney+ live. Der Micky-Maus-Konzern hat sich zuletzt einige der grössten Franchisen und Medienunternehmen einverleibt: Pixar, Marvel, Star Wars, 21st Century Fox. Hinzu kommt eine riesige Bibliothek an Disney-Filmen. Zu den neu angekündigten Exklusivserien gehört «The Mandalorian», im Zentrum steht ein Kopfgeldjäger aus «Star Wars».

Disney besitzt die populärsten Marken und die meisten Filme und Serien – damit dürfte kaum jemand mithalten können, auch wenn nicht alle Titel auf An­hieb verfügbar sind. Die Preise für die Schweiz sind noch nicht bekannt. Mit 7 Dollar pro Monat oder 70 Dollar im Jahr wird das Abo in den USA aber deutlich günstiger als das von Netflix, das von Fr. 11.90 bis 21.90 kostet.

Amazon Prime Video rüstet auf: Abonnenten können neben dem bekannten Gratiszugriff auf Standardangebote künftig gegen Aufpreis Neues mieten oder kaufen. Amazon setzt wie Netflix und Disney auf exklusive Produktionen. Zu den vielversprechendsten gehört eine geplante «Herr-der-Ringe»-Serie. Amazon Prime kostet acht Euro im Monat. Die Auswahl ist in der Schweiz noch nicht so gross wie in anderen Ländern, wächst aber stetig.

Wellen werfen dürfte auch HBO Max. HBO gehört zu Warner Media, die auf ein riesiges Sortiment an Filmen und Serien zurückgreifen können. Neben «Game of Thrones» werden bei HBO Max Inhalte von Warner Bros., New Line Cinema, Cartoon Network oder DC zu sehen sein. Dazu gehören «Harry Potter», «Herr der Ringe», «Der Hobbit» oder Serienklassiker wie «Der Prinz von Bel-Air». Daneben setzt Warner auf Neuproduktionen, etwa Spin-offs zu «Game of Thrones», eine «Catwoman»-Serie sowie eine Adaption der Romanreihe «His Dark Materials».
Preise und Startzeitpunkt sind noch nicht bekannt. Da HBO in der Schweiz bisher nur über Drittanbieter wie Sky verfügbar ist, dürfte es bei uns noch ein Weilchen dauern.

Die Fernsehzukunft ist spannend. Netflix muss sich warm anziehen, um gegen die wachsende Konkurrenz zu bestehen. Die Konsumenten erwarten mehr Flexibilität und ein grösseres Angebot. Wer allerdings «Game of Thrones», «Herr der Ringe» und die neue «Star Wars»-Serie sehen möchte, muss tief ins Portemonnaie greifen, weil er dafür drei Dienste abonnieren muss. Es bleibt zu hoffen, dass die Streaminganbieter nicht den Fehler der Kabelanbieter wiederholen und uns so lange schröpfen, bis wir davon die Schnauze voll haben.

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