21. August 2017

7-Tage-Sparen-Challenge

An sieben Tagen möglichst wenig Geld ausgeben: Wie gelingt das und wie viel gebe ich tatsächlich aus? Der Selbsttest.

Muss ich am Ende gar das Sparschwein anzapfen?
Lesezeit 3 Minuten

Mein Job als Volontärin macht mir viel Spass. Trotzdem gibt es einen Nachteil, der mich zwangsläufig täglich beschäftigt: der Lohn. In meiner früheren Tätigkeit als Projektleiterin im Marketing habe ich doppelt so viel verdient wie heute. Das ist okay, der Lohn angemessen für eine Volontärsstelle.

Trotzdem muss ich mich einschränken und auf vieles verzichten, das vorher für mich selbstverständlich war. Zeitweise fällt mir das schwer, besonders, wenn Freunde fragen, ob ich mit ihnen ins Restaurant gehe, oder meine Mädels eine Shoppingtour vorschlagen. Es passiert aber auch, dass ich in einen regelrechten Sparwahn komme. Etwas, das ich bis vor Kurzem gar nicht kannte. Ich habe immer ausgegeben, was da war. Komischerweise verspüre ich grad jetzt, wo das Geld eh knapp ist, den Drang, jeden Monat möglichst noch etwas zurücklegen zu können.

Doch nachdem Miete, Strom, GA, Krankenkasse und Handy bezahlt sind und eine Reserve für die Steuern abgezweigt ist, bleiben oft weniger als 500 Franken übrig für den ganzen Monat. Davon muss ich essen, und der Rest geht drauf für mein Spassbudget, also Kino, Ausgang, Kleidung.

Das geht meistens gut, und da ich mit meinem Freund zusammenlebe, können wir uns einige Posten teilen; wenns ganz knapp wird, unterstützt er mich oder bezahlt mal den Einkauf.

Trotzdem wollte ich herausfinden, wie wenig ich in sieben Tagen ausgeben kann, wenn ich ganz sparsam lebe. Mein Freund verreist für zwei Wochen, ich bin also allein zu Hause und kann das Experiment starten – informiert ist vorerst niemand, mein Sparverhalten soll nicht zu offensichtlich sein. Voraussetzung: Wir haben einen Vorratsschrank, der einigermassen gut gefüllt ist, und auch der Kühlschrank bietet noch für ein paar Tage Nahrung. Soviel sei verraten: In dieser Woche habe ich mich in Selbstdisziplin geübt und bin in der Küche richtig kreativ geworden mit den Vorräten. Die Details zu den einzelnen Tagen gibts in der Slideshow:

Fazit: Am Ende der sieben Tage bin ich zufrieden. Insgesamt hatte ich Ausgaben von 72 Franken. Der grösste Teil davon ging fürs Shopping und für Lesestoff drauf – Dinge, die ich in einem absoluten Geld-Notfall nicht kaufen würde. Ohne diese Posten lägen die Ausgaben für eine Woche bei 31 Franken. Obwohl das sehr wenig ist, musste ich nicht wahnsinnig leiden. Ich habe mir einige Dinge gegönnt, hatte sogar Besuch und habe am Weekend etwas unternommen.
Gefahren: Kaffee-Gelüste am Nachmittag, Bummel durch die Stadt, Einkauf für den Besuch (da kauft man schnell zu viel ein)
Tricks: Vorrat aufbrauchen, kreative Kochideen umsetzen, nach vergessenen Gutscheinen suchen, Hotel Mama, Hotel Papa.

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