24. Januar 2019

48 Stunden in Helsinki

Im Winter kann die finnische Hauptstadt ziemlich kalt sein, aber bis zur nächsten Sauna ist es nie weit. Zudem gibt es exzellente Restaurants, spannende Museen und ein lebendiges Nachtleben zu entdecken.

Hafenbecken Helsinki
Prächtige Bauten am Hafen von Helsinki. Im Hintergrund überragt der Dom das Stadtzentrum.

11 Uhr: Check-in im Solo Sokos Hotel Torni

Das 4-Sterne-Hotel ist zentral gelegen, sodass von hier aus fast alles zu Fuss erreichbar ist. Es bietet neben einem hervorragenden reichhaltigen Frühstücksbüffet auch einen Turm mit Dachterrassenbar, in der man bei Glühwein oder heisser Schokolade eine tolle Sicht über die ganze Stadt geniesst (Preise siehe Box unten).

Solo Sokos Hotel Torni, Helsinki

14 Uhr: Staunen im Amos Rex

Das Wort Museum passt eigentlich nicht so recht, auch wenn sich das 2018 eröffnete «Amos Rex» offiziell als Kunstmuseum bezeichnet. Es bietet vor allem ein spektakuläres visuelles Erlebnis, bei dem man in riesigen Räumen mit Klängen, Licht und Farben eingehüllt wird. Empfehlenswert ist ein Besuch unter der Woche, am Wochenende muss man für die Tickets teils länger anstehen – und je weniger Leute in den Räumen unterwegs sind, desto eindrücklicher die Wirkung. Der Eintritt kostet 18 Euro (kostenlos für Besucher unter 18 Jahren); mit der «Helsinki Card» ist er gratis (48 Euro für einen Tag, 58 für zwei, 68 für drei Tage).

Amos Rex, Helsinki

19.30 Uhr: Kulinarischer Genuss im «Sea Horse»

Traditionelle finnische Speisen zu fairen Preisen: Im «Sea Horse» gibt es die berühmte Lachssuppe ebenso wie Fleischbällchen und Kohlrouladen – in überaus grosszügigen Portionen und inmitten eines 50er-Jahre-Retro-Interieurs. Sogar der legendäre finnische Regisseur Aki Kaurismäki hat hier schon gedreht. Selbstverständlich kann man auch edler und teurer essen. Zum Beispiel im «Chapter» : Das Lokal direkt gegenüber dem Dom am Senatsplatz interpretiert die nordische Küche ganz modern. Unbedingt frühzeitig reservieren!

«Sea Horse», Helsinki

10.30 Uhr: Planschen im Allas Sea Pool

Es ist wohl das Bad mit der besten Aussicht in Helsinki – direkt aufs Hafenbecken, den Präsidentenpalast und den prächtigen Dom. Zuerst wärmt man sich in einer Sauna auf (es gibt je eine geschlechtergetrennte und eine gemischte), dann hat man draussen die Wahl: zwischen einem Becken mit 27 Grad und einem unbeheizten für Hartgesottene. Die Anlage ist eher schlicht – kein Wellnesstempel wie jene in Zurzach oder Schinznach. Eintritt pro Person: 14 Euro (Kinder von 3 bis 12: 7 Euro).

Allas Sea Pool, Helsinki

13.15 Uhr: Ausflug nach Suomenlinna

Nur 15 Minuten per Schiff vom Hafenbecken entfernt liegt die frühere Festungsinsel Suomenlinna . Die Wehranlagen wurden im 18. Jahrhundert von den Schweden errichtet, dann von den Russen erobert. Seit der Unabhängigkeit vor 101 Jahren sind sie in finnischer Hand. Die Insel zählt heute zum Unesco-Weltkulturerbe und ist als regulärer Stadtteil von Helsinki ein begehrter Wohnort: Rund 800 Menschen leben hier. Wer eindrückliche Festungsmauern und Kanonen bestaunen und mehr über die bewegte Geschichte der Stadt und des Landes erfahren möchte, ist hier richtig. Die Fahrt zur Insel ist in der regulären ÖV-Tageskarte inbegriffen.

Suomenlinna, Helsinki

22 Uhr: Karaoke bei Kimi Räikkönen

Ein Muss für musikalische Formel-1-Fans! Der finnische Rennfahrer betreibt beim Hafen in Helsinki eine äusserst populäre Karaokebar namens Wallis . Die Chance, ihm dort persönlich zu begegnen, ist zwar klein, dafür ist es ein cooler Ort, um die angeblich so schweigsamen Finnen mal singen zu hören. Auch die Häuserzeile links und rechts vom «Wallis» und direkt unter der mächtigen russisch-orthodoxen Kathedrale bietet diverse Lokale für ein lebendiges oder entspanntes Nachtleben. Neben den Bars gibts in Helsinki natürlich auch Clubs für jeden Geschmack, denn die Finnen sind gesellige Leute und feiern gerne. Wenn bloss der Alkohol nicht so teuer wäre ...

Wallis, Helsinki

Diese Reise wurde unterstützt von Travelhouse .

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