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Leutschachhütte: Vom Arnisee in die perfekte Stille

Die Wanderung ermöglicht in zuerst sanftem und mittendrin auch mal felsig-unwirtlichem Urner Berggelände ein regelrechtes Hütten-Hüpfen.

Genächtigt wird in der etwas in Vergessenheit geratenen Leutschachhütte zuhinterst im beim Urner Arni-Alpsee beginnenden Leutschachtal. Bei Kennern jüngerer Schweizer Geschichte könnte die Hütte für ein Aha-Erlebnis sorgen: Sie wurde fast 1:1 an der Landesausstellung in Zürich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aufgebaut und danach aufwändig an den heutigen Standort verfrachtet. Dem meist über vier Monate geöffneten Steinbau mit klassischer Ausstattung ist davon nichts mehr anzusehen…

Der Tipp: Am Morgen gondeln die Wanderer mit der Seilbahn von Intschi (kurz vor Amsteg) aufs Mittlere Arni und spazieren zum etwas südlich gelegenen Arnisee. Statt auf direktem Weg ins Leutschachtal (dann wäre man nach gut zwei Stunden am Tagesziel) schlagen wir den Umweg mit gut 650 Höhenmetern über Riedboden auf den Sunnig Grat mit der gleichnamigen Hütte vor. Dort wäre bei unübertroffener Aussicht ins Urner Haupttal ein Picknick angesagt. Danach führt der bequeme Wanderweg fast ohne Verlust von Höhenmetern über das Langchalengrätli am hohen Nordhang zur Leutschachhütte. Am nächsten Morgen folgt man dem durchwegs gekennzeichneten Pfad 400 Höhenmeter empor in Richtung Jakobiger und weiter über das Riedfurggi zur SAC-Kröntenhütte. Die Passage nach dem ersten Aufstieg eignet sich nicht für Unerfahrene, Kinder oder nicht Schwindelfreie. Als schnellere und weniger schwindelerregende Alternative gilt nach Abklärung mit dem Hüttenwart der Übergang westlich der Leutschachhütte, vorbei am Sunnig und durch die Steinchelen-Platte hinab zur Kröntenhütte. Nach der dortigen Rast umkurvt man den Fulensee und steigt durch das stille Erstfelder Tal (über Sulzwald und Sagerberg) hinab nach Erstfeld.

Der Link: www.leutschach.ch

 

Erschienen am 23. Juli 2012

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