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Schlauer als die anderen

Wie fühlt es sich an, klüger zu sein als Gleichaltrige? Und wie fördert man diese Hochbegabten? Drei Kinder erzählen vom Segen und Fluch ihres Lebens als Ausnahmetalent – und zeigen im Video ihr Können in Mathematik, Musik und Chemie.

Manchmal genügen zwei Buchstaben, und schon gehen die Emotionen hoch. Beim IQ, zum Beispiel. Der Intelligenzquotient misst geistige Flexibilität und schlussfolgern des Denken und wird mit Tests ermittelt. Die zwei Prozent, die bei einem IQ-Test am besten abschneiden, gelten als hochbegabt. Sie haben einen IQ von 130 oder mehr. So etabliert die Definition auch ist, so umstritten ist sie – und sind die Schlüsse, die man aus einem hohen IQ zieht.

So fragt etwa die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern: «Was hat man vom Label hochbegabt?» In jeder Klasse seien die Intelligenzunterschiede gross und es sei Aufgabe der Lehrperson, einen guten Unterricht für alle zu bieten.

Intelligenz wird nicht zwingend vererbt

Stern findet IQ-Tests in zwei Fällen sinnvoll: Erstens, um unentdeckte Potenziale aufzuzeigen. Hat ein Kind fremdsprachiger Eltern Mühe mit Deutsch, ist aber überdurchschnittlich gut in Mathematik, sollte der Test gemacht werden. Zweitens befürwortet Stern IQ-Tests für Schüler, bei denen Zweifel bestehen, ob sie wirklich ans Gymnasium gehören. Stichproben hätten ergeben, dass ein Drittel der Gymnasiasten einen zu tiefen IQ fürs Gymnasium haben.

IQ-Tests für alle findet Stern hingegen unnötig. Sie ist überzeugt, dass gut betuchte Eltern mit ihren Kindern daraufhin üben würden. Doch bei der Vererbung werden die Karten von Generation zu Generation neu gemischt. «So können hochintelligente Eltern durchschnittlich intelligente Kinder haben, hochbegabte Kinder wiederum aus wenig intellektuellen Familien kommen.»

Die Talenta in Zürich fördert seit 1998 hochbegabte Primarschulkinder. «Wir brauchen einen IQ-Test, weil wir sonst zu viele Gymi-Anmeldungen haben», sagt Gründerin Susanne Heer. Die Gymiquote von 80 bis 90 Prozent wirke auch auf überambitionierte Eltern wie ein Magnet: Immer wieder verwechselten sie freches Verhalten mit Hochbegabung. Oft sei es aber so, dass Eltern mit der Diagnose Hochbegabung haderten. «Viele wünschen sich nichts sehnlicher als ein ganz normales Kind.» Langweile sich ein Mädchen oder ein Junge in der Schule, sei das vergleichbar mit einem ungeliebten Job, der einem an die Substanz geht.

Ob ein Kind an die Talenta gehört, klärt unter anderem die Praxis Lichtblick ab, wo auch Ania Chumachenco arbeitet. Sie hat bisher die Begabungen von rund 900 Kindern untersucht. Der IQ-Test sei dabei nur eines von vielen Puzzleteilen. Mindestens so wichtig sei es herauszufinden, was ein Kind umtreibt, wie es tickt, was ihm liegt. «Das ist Detektivarbeit.»

Chumachenco ist der Meinung, dass man ein Kind, bei dem man spezielle Begabungen vermutet, rechtzeitig von Fachpersonen abklären lassen sollte. «Hat sich die Unterforderung einmal ein­geschliffen, wird es schwierig.» Die Kinder geraten in ein Fahrwasser von Langeweile, Demotivation und Flüchtigkeitsfehlern. Sie verlernen es zu lernen, weil immer alles so locker läuft. Finde man eine gute Lösung für ein Kind, bedeute das eine grosse Erleichterung für die Familie, so Expertin Chumachenco.

Für Margrit Stamm lautet die entscheidende Frage: «Wie geht es dem Kind?» Nicht alle brauchten eine besondere Förderung. Laut der Direktorin des Forschungsinstituts Swiss Education in Bern gehen neuere Studien davon aus, dass 15 bis 20 Prozent der Menschen sprachlich, naturwissenschaftlich, musisch, kreativ oder körperlich besonders begabt sind. Begabungen, die ein IQ-Test nicht misst.

Bei vielen Kindern liegt die Begabung brach

«Etwa die Hälfte aller Begabungen bleibt unerkannt», sagt Victor Müller-Oppliger. Der Dozent für Pädagogische Psychologie und Didaktik leitet den Master Begabungsförderung an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Die Gründe dafür seien vielfältig: Die Kinder halten sich selbst nicht für begabt, wollen nicht herausragen oder halten sich absichtlich zurück. Ihre Familie ist wenig ambitioniert. Ihre Lehrpersonen übersehen ihr Talent. Rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen, deren Begabung brachliegt, falle anders auf: durch Leistungsverweigerung etwa, störendes Verhalten, häufige Kopf- und Bauchschmerzen oder gar Depressionen.

Der Umgang mit hochbegabten Kindern variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Ob und was an Schulen angeboten wird, liegt im Ermessen der lokalen Behörde. «Viele halten Hochbegabungen für ein Luxusproblem»,
sagt Victor Müller-Oppliger. An einer Kultur der Anerkennung für besondere Talente
und Leistungen fehle es vielerorts. Er hält das für höchst problematisch. «Wir werden den Kindern und Jugendlichen nicht gerecht und verpassen es, die klugen Köpfe von morgen aufzubauen.»

Die Teenies nennen Juri Taschenrechner

Er verschlingt Bücher, seit er vier Jahre alt ist, und in Physik lernt er auf Maturaniveau. Trotzdem verbringt Juri (8, Mitte) die meiste Zeit mit gleichaltrigen Klassenkameraden. Am ersten Tag im Chindsgi war er in ein Spiel vertieft. «Kennst du das schon?», fragte die Lehrerin Juri. «Nein», sagte er. «Ich habe gerade die Anleitung gelesen.» Sabin Luternauer (42) und Christof Bünter (43) aus Rothenburg LU hatten rasch gemerkt, dass ihr Sohn Juri (8) besonders vif war. Mit anderthalb machte er 100-teilige Puzzles, mit zweieinhalb kannte er alle Kantonswappen, mit viereinhalb brachte er sich das Lesen selber bei. Im Kindergarten las er den anderen Kindern Geschichten vor. Zu Hause vertiefte er sich in die Anleitung für die Steuererklärung, las Zeitung, Comics und Bücher – blitzschnell, und was er las, blieb ihm. Gleichzeitig war er sehr verspielt, kochte stundenlang Stinksuppe im Garten und sändelte.

Der Start an der Schule war schwierig. Juri passte sich zwar an, zu Hause aber musste die ganze Anspannung raus. Er hatte immer öfter Wutausbrüche. Abklärungen zeigten eine Höchstbegabung. Das bedeutet, von 70 Hochbegabten ist er statistisch gesehen der Intelligenteste. Schule und Eltern suchten gemeinsam nach Lösungen. Fortan besuchte der 1.-Klässler den Mathematikunterricht und die Begabungsförderung mit den 4.-, später mit den 5.-Klässlern. Die älteren Kinder mochten ihn, bald kannten ihn viele im Dorf. Die Teenies nannten ihn Taschenrechner.

Juri erklärt ein Zahlenrätsel.

Wenn Juri spricht, kommen die Worte wie aus der Kanone geschossen, und manchmal verhaspelt er sich. «Er kann nicht so schnell reden, wie er denkt», sagt seine Mutter. An Zahlen mag er, dass man damit Tricks machen kann. Zahlen kommen auch in seinen Träumen vor, erzählt er. Er weiss schon, was er mal werden möchte: Mathematikprofessor. «Der Mindestlohn beträgt 11 634 Franken, der Durchschnittslohn 14 987 Franken», sagt Juri. Das habe er in der Zeitung gelesen. Und die Mutter ergänzt leise: «Die Zahlen werden stimmen, die hat er sich gemerkt.» Sie erzählt, wie er als Fünfjähriger eine Phase hatte, in der er zu Hause alles mit Fakten kommentierte. Schnetzelte die Mutter Gurken für den Salat, sagte Juri: «Die schwerste Gurke, die man je züchtete, wog 7 Kilo 180 Gramm.»

Jetzt ist Juri acht Jahre alt. Jede Woche fährt er ein Mal zur Talenta in Zürich, tüftelt mit einem pensionierten Physiker auf Maturaniveau und besucht die Begabungsförderung mit den 6.-Klässlern. Dort realisiert er etwa einen Trickfilm mit Legofiguren. Die Stiftung für hochbegabte Kinder unterstützt die Fördermassnahmen finanziell. Den Rest der Woche verbringt er in seiner 3. Primarklasse und arbeitet dort zwischendurch an einem Akad-Fernkurs, in dem er anspruchsvolle Mathi-Aufgaben löst. Juri ist gut integriert und unbekümmert. Die Wutausbrüche sind vorbei. «Er hat seinen Platz gefunden», sagt der Vater. Am allerliebsten hat er dennoch Ferien.

Salma möchte kein Wunderkind sein

Primarschülerin Salma Flügel spielt das Cello auf Mittelschulniveau, Tamara Chitadze begleitet sie am Flügel. Ihre Finger flitzen über das bundlose Griffbrett: Hier eine schnelle Tonabfolge, dort ein Vibrato, da ein Pizzicato. Mit dem Bogen streicht sie mal sanft, mal forsch über die Saiten und entlockt dem Cello damit weiche und warme, dann wieder spitze und harte Klänge. Die Kulisse: kein Konzertsaal, sondern ein Kinderzimmer. Salma Flügel ist 12 Jahre alt und spielt «Tarantella» von David Popper – ein Stück, das normalerweise ins Repertoire von Mittelschülern gehört.

«Als ich sechs war, besuchte ich mit meiner Mutter an der Musikschule Thun einen Tag der offenen Tür und beschloss, Cellistin zu werden», erzählt Salma mit feierlichem Ernst. Ihre Mutter Nicole Flügel ergänzt: «Wir hatten dann ein Gstürm mit der Schule, als es nach einem Jahr darum ging, die 30 Unterrichtsminuten zu verdoppeln.» Man habe ihr gesagt, wenn da jede Mutter käme, wenn mal ein Kind die Tonleiter beherrsche: «Man hat mir unterstellt, ich sei überambitioniert, dabei war das mit den Zusatzminuten die Idee des Lehrers.»

Cellolehrer Widar Schalit schwärmt von den Fähigkeiten seiner ehemaligen Schülerin: «Salma verfügt nicht nur über eine enorme Begabung, sondern auch über einen wahnsinnigen Willen. Diese Kombination macht sie aussergewöhnlich.» Viele Schüler brächten entweder das eine oder das andere mit, aber eben nicht beides. Mit Wehmut hat er seine beste Schülerin im vergangenen Jahr ziehen lassen. Professor Conradin Brotbek von der Hochschule der Künste in Bern hat sich inzwischen des Mädchens angenommen. Er unterrichtet die Primarschülerin wöchentlich während 80 Minuten. Salma übt täglich bis zu zwei Stunden allein, spielt das 1. Cello im Orchester der Musikschule Thun BE und in einem Kammermusiktrio und wird jede Woche eine Stunde von einer Korrepeti­torin begleitet, um die aufgetragenen Stücke mit Klavier einzustudieren.

Salma spielt die «Sicilienne» von Gabriel Fauré.

Salma sei schon im Kindergarten aufgefallen. Zuerst allerdings negativ, erinnert sich ihre Mutter. Die Lehrkraft hatte Schwierigkeiten mit dem aufgeweckten Kind. Salma selber spricht nicht gern über diese Zeit. Dass sie Probleme verursacht hat, scheint ihr peinlich zu sein. Ihre Mutter füllt die Lücke: Eine Abklärung habe ergeben, dass Salma im kreativen Bereich enorm viel Potenzial hätte – worauf sich Nicole Flügel an die Stiftung für hochbegabte Kinder in Zürich wandte. Salma hat stets die Regelklasse besucht und zeitweise mit Mobbing zu kämpfen gehabt: «Die anderen Kinder waren neidisch, weil ich am Dienstagnachmittag wegen des Cellounterrichts nicht in die Schule musste», erzählt Salma, während ein Schatten über ihr Gesicht huscht.

Derweil kämpft Nicole Flügel vor allem mit den Finanzen: Auf 15 000 Franken summieren sich die Ausgaben für Salmas Förderung pro Jahr. Demnächst braucht das Mädchen ein Klavier – und das kostet wieder. Nicole Flügel ist zwar aus­gebildete Primarschullehrerin, aber heute wegen chronischer Schmerzen und Hypersensibilität zu 80 Prozent IV-Rentnerin. Von Salmas Vater lebt sie getrennt. Die Beziehung zu ihm ist belastet, unter anderem, weil er nicht an den Traum seiner Tochter glaubt. Ohne die Unterstützung diverser Stiftungen und Verwandter könnte Nicole Flügel das Geld für die Förderung von Salma nicht aufbringen. Salma selber will auf keinen Fall als Wunderkind gehandelt werden: «Das klingt so nach Mozart, eine Sensation. Das bin ich nicht.» Jeder könne etwas gut – bei ihr sei das halt das Cello. «Ich bilde mir aber darauf nichts ein.» Sie möchte lieber bescheiden sein, das käme immer gut an. Und überhaupt: So gut wie die Besten sei sie noch lange nicht.

Bastian will ein lebendes Wikipedia werden

Bald ein Louis Pasteur? Chemiestudent Bastian Eichenberger ist mit seinen 14 Jahren der jüngste Hochschüler an der Uni Freiburg im Breisgau. Sogar die Presse war bei seinem Eintritt vor Ort.  Muss Bastian Eichenberger (14) erklären, wie es sich anfühlt, immer klüger als alle anderen zu sein, zuckt er erst mit den Schultern und sagt: «Ich bin das leider seit 14 Jahren gewohnt. Es ist nichts Spezielles.» Später wird er erzählen, dass man ihn manchmal auch für einen Besserwisser halte, aber dass er das nicht sei: «Es ist bloss so, dass ich es manchmal wirklich besser weiss.»

Bastian wurde mit fünfeinhalb Jahren positiv auf Hochbegabung getestet. Im Primarschulalter lebte er mit seinen Eltern für knapp zwei Jahre in Singapur, wo er eine chinesisch- und englischsprachige Schule besuchte. Zurück in der Schweiz, erhielt er zunächst Privatunterricht und wechselte später an eine Privatschule, wo er mit 13 die britische Matura ablegte. Er spricht inzwischen neun Sprachen. Seit vergangenem Herbst studiert Bastian Chemie an der Universität Freiburg (D). Zum Studienantritt veröffentlichte seine Mutter Renate Eichenberger ein Buch mit dem Titel «Fluch oder Segen? Das Leben mit einem hochbegabten Kind». Darin beschreibt sie, wie sie in den vergangenen Jahren ständig bemüht war, ihrem Sohn genügend «Kopffutter» zu organisieren. Wie sie bei den Behörden auf Unverständnis traf. Und wie sich die Familie sogar von den Grosseltern väterlicherseits distanzierte, weil diese fanden, jetzt müsse das Kind auch noch ins Chinesisch.

Bastian erklärt ein selbst gebautes Molekül.

Seine Mutter beteuert, ihren Sohn nie zu etwas gedrängt zu haben. Dass man sie in die Schublade «Ehrgeizige Mutter mit Projekt Kind» versorgt, ist sie mittlerweile gewohnt: «Die Vorurteile sind gigantisch. Wenn Bastian nicht hochbegabt wäre, hätte ich ihn nie so weit gebracht.» Sie beherrsche kaum Fremdsprachen und habe von Naturwissenschaften keine Ahnung. Und überhaupt: «Ich habe mir für mich eigentlich anderes vorgestellt, als die Förderung meines Sohnes zu organisieren.» Aber ohne ihren Einsatz wäre das Kind zugrunde gegangen. «Selbst unter den Hochbegabten fällt Bastian als besonders schlau und schnell auf», sagt sie und fügt an: «Es stimmt, es gibt mehr Eltern von Hochbegabten als hochbegabte Kinder.»

Auch Bastian ist überzeugt, dass die Regelklasse für ihn unmöglich gewesen wäre: «Ich hätte erst die anderen Kinder aus dem Fenster geschmissen und dann mich selber hinterhergestürzt», sagt er. Und seine Mutter ergänzt, «weil du dich gelangweilt hättest». Auch an der Uni langweilt sich Bastian zuweilen. Er verfügt aber inzwischen über Lösungsstrategien und hat kürzlich in einer Vorlesung, in der er sich unterfordert gefühlt hat, einfach das Periodensystem auswendig gelernt. Nerven tut er sich manchmal immer noch, etwa über den Professor, der das Element Jod mit J abkürzt, obwohl im Periodensystem ein I steht.

Bastian stellt hohe Ansprüche an seine Lehrpersonen , aber auch an sich selbst: «Ich will ein lebendes Wikipedia werden.» Er lese fast täglich die News und treibe Sport, aber Fussball und so normales Zeugs interessiere ihn nicht. Die Normalität versucht er trotzdem zu wahren: «Manchmal sage ich einfach, ich ginge im Dorf zur Schule.»

 

Erschienen in MM-Ausgabe 13
23. März 2015

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8 Kommentare

Margreth Rychener [Gast]

Geschrieben am
29. Mai 2015

Herzlichen Dank für den Artikel. Unser Sohn ist bald 15. Wir sind sehr dankbar, dass er schon in der ersten Klasse (noch ohne Testergebnis) speziell gefördert wurde. Der Schachsport hat ihm zudem eine neue Welt eröffnet.
Lustig fande ich im Artikel Juris Gurkenepisode.... Solche Beispiele kennen wir bestens....

Monika Dudli [Gast]

Geschrieben am
6. April 2015

Es war für uns ein sehr spannender Artikel.
Auch wir haben ein Kind, dass sehr intelligent ist, leider ist uns das in dem Ausmass erst seit ca. einem halben Jahr nach einem Test beim Psychiater bekannt. In der Schule ist er vor allem durch Verhaltensprobleme und zunehmender Depression aufgefallen. Jetzt Ende der obligatorischen Schulzeit wird er frühzeitig entlassen, weil er in der Sek B, wo er eingeteilt wurde, nicht mehr "tragbar" ist.
Für mich wäre wichtig zu erfahren, was kann man jetzt noch tun, damit er an sein Potential kommt?
In der Sek B ist seine Arbeitshaltung sehr schlecht geworden und dementsprechend sieht auch sein Zeugnis aus. Dies erschwert wiederum eine Lehrstelle zu finden, dabei träumt er Berufsmatura zu machen. Aber Fleiss, Durchhaltewillen und selbständiges Arbeiten hat er in der öffentlichen Schule nicht gelernt.

Welche Möglichkeiten gibt es und wo könnte er und wir Hilfe bekommen?
Mit freundlichem Gruss
M. Dudli

 

. . [Gast]

Geschrieben am
27. April 2015

Liebe Frau Dudi

Ev. informieren Sie sich bei einer auf diese Fragen spezialisierte Fachstelle wie z.B. bei Frau Ulrike Stedtnitz?
http://www.hochbegabt.ch/adressen/

Herzliche Grüsse

 

Tanja B [Gast]

Geschrieben am
6. Mai 2015

Liebe Frau Dudli
Als ich Ihre Zeilen gelesen habe, kam mir sofort unser Sohn in den Sinn. Wurde ihr Sohn auf AD(H)S abgeklärt? Oder Autismus? Ich habe zwei Kinder, das Mädchen hat eine Autismus-Spektrums-Störung in Richtung Asperger (diese können je nachdem seeeehr intelligente Kinder sein, die auch mit ihrem Verhalten sehr auffallen können) und unser Sohn hat AD(H)S. Beide sind nicht hochbegabt, aber einfach sehr intelligent. Oftmals hört man vor allem bei den ADS-Kindern, dass sie sehr intelligent sind, es aber nicht abrufen können. Es ist einfach ein Gedanke, ein Wegweiser, vielleicht hilft es Ihnen weiter auf Ihrem schweren Weg. Alles Gute!
Liebe Grüsse

Hildegard Cowen [Gast]

Geschrieben am
31. März 2015

Leider verbrachte Bastian seine produktivste Zeit ausserhalb der Grenzen d e s Landes, das sich heute damit brüstet, sein jüngster Student zu sein!
Wie vielen Kindern, die nicht so hartnäckige Eltern wie Bastian haben, wird durch das falsch verstandene "Alle sind gleich", statt dem zutreffenden "Alle sind gleichwertig" und einer grossen Anzahl ignoranter oder auch arroganter Behördernmitglieder, bzw. Lehrpersonen, das Leben durch Unterforderung und Mobbing zur Hölle gemacht. Wie viele von ihnen bekommen das Etikett "ADHS" bzw. "ASPERGER" umgehängt, das sie zu Kranken im Kindesalter abstempelt !
Dabei braucht unsere Zivilisation dringendst zur Lösung der jetzigen und zukünftigen komplexen Probleme diese Menschen.
Wir sollten dazu Sorge tragen, dass sie sich harmonisch entwickeln dürfen, statt sie als Kranke mit Medikamenten und zahllosen Therapien zu drangsalieren.

 

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