Gegen die Vorurteile
Das Thema Migration ist belastet mit negativen Vorurteilen. Zeit, einige abzubauen. Denn Einwanderer schaffen als Erstes nicht Probleme, sondern Wachstum.
Die Schweiz ist ein Einwanderungsland — genauso wie die meisten anderen Nationen Europas. In den letzten Jahren haben sich die Immigration und Integration von Ausländern zu zentralen politischen Themen entwickelt. Die Minderheit der Nichtintegrierten und Kriminellen (2009 wurden laut Bundesamt für Statistik 1,2 Prozent der Ausländer mit Schweizer Wohnsitz strafrechtlich verurteilt) sorgt dabei regelmässig für Schlagzeilen und bringt die Mehrheit der Gutintegrierten mit in Verruf.
Die Reaktionen der Politiker reichen von Multikultiromantik bis zu Schnellschüssen, die mehr darauf zielen, die Stimmung in der Bevölkerung (und die eigenen Wahlchancen) zu verbessern, als längerfristige Perspektiven zu entwickeln. Denn ohne Einwanderung geht es nicht — weder in der Schweiz noch im Rest des stetig schrumpfenden Europas. Und die Ängste bei den Einheimischen werden nicht einfach so verschwinden. Vielleicht würde es helfen, wenn die Schweizer ihre Einwanderer ein bisschen besser kennen würden.
Das Migros-Magazin porträtiert in den kommenden Wochen sechs Immigranten, stellvertretend für die vielen Gutintegrierten. Männer und Frauen, die in die Schweiz gekommen sind, sich hier ein neues Leben aufgebaut haben und ihren Teil zum Wohlstand des Landes beitragen — Menschen aus unterschiedlichen Situationen, für die die Schweiz zur Heimat geworden ist.
Wie Einwanderer Wohlstand schaffen – eine Serie in sechs Teilen:
6. Teil:
«Das Abstimmen ist mir wirklich wichtig»: Wie eine kurdische Studentin nach Haft und Folter gelernt hat, Menschen in der Schweiz psychisch zu helfen.
Teures Wohnen in Städten:
Die Mieten an zentralen Lagen steigen – auch wegen der Einwanderer. Wir zeigen, wo die Schweiz am teuersten ist, mit der Grafik und Fakten im Online Special.
5. Teil:
«Die Schweizer dürfen stolz sein auf Ihr Land»: Wie ein Luxemburger Internatsschüler eine Schweizer Luxusuhrenmarke wieder erfolgreich machte.
Gut integriert:
Wie erfolgreich sind die Einwanderer im Arbeitsmarkt? Die Schweiz schneidet im internationalen Vergleich gut ab. Die Grafik und Fakten im Online Special.
4. Teil:
«Ich habe eine Mitverantwortung für die Schweiz»: Wie ein Kriegsflüchtling aus dem Kongo zum beliebten Metzger hinter der Migros-Theke wurde.
Die neuen Ausländer:
Wie hat sich der Bildungsstand der Einwanderer seit 1970 verändert und wie viele kommen dank der Personenfreizügigkeit? Die Grafiken und Fakten im Online Special.
3. Teil:
«Schweizer Freunde muss man sich erarbeiten»: Wie eine Münchnerin aus den USA in der Schweiz ein erfolgreiches Biotechunternehmen aufbaute.
Die Herkunft der Einwanderer:
Aus welchen Ländern kommen die meisten Einwanderer, wie hoch ist der Ausländeranteil im europäischen Vergleich? Die Grafik und Fakten im Online Special.
2. Teil:
«Für meine Kinder ist die Schweiz Heimat und Korea das Ausland»: Wie ein Opernsänger aus Südkorea zum Inhaber eines gefragten Restaurants wurde.
Der Bevölkerungsanteil der Migranten:
Wie hoch ist die Einwanderungsquote im Verhältnis zur Bevölkerung? Die Grafik und Fakten mit dem internationelaen Vergleich im Online Special.
1. Teil:
«Ohne Arbeit hat das Leben keine Bedeutung»: Wie es dazu kam, dass der afghanische Erziehungsminister in der Schweiz Ritterrüstungen restaurierte.
«Das Wichtigste ist die Offenheit der Einwanderer»: Das Interview zum Thema mit Walter Leimgruber, dem Präsidenten der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen.
Bevölkerungswachstum und -dichte: Wie entwickelt sich die Bevölkerung der Schweiz? Die Infografiken und Fakten zum Thema im Online Special.
Kommentar verfassen
10 Kommentare
Amor Ben Hamida [Gast]
Geschrieben am
8. November 2012
Ich empfehle daher mein Buch "Von der Sehnsucht", das drei Schicksale von Migranten in Zürich beschreibt:
Von der Sehnsucht
Die Geschichte dreier Migranten
Verlag: Ben Hamida International GmbH
Adliswil/ZH
Beste Grüsse
Amor Ben Hamida
www.amorbenhamida.ch
0
Antwort hinzufügen Kommentar melden
Ein Ausländer [Gast]
Geschrieben am
5. November 2012
So traurig, da macht sich die Migros die Mühe, etwas gegen die unbegründeten Vorurteile vieler Schweizer gegenüber der Ausländer zu tun und trotzdem kommen so viele negative Kommentare. Zum Glück weiss ich nach 6 Jahren in der Schweiz, dass nicht alle in diesem Land so sind. Aber leider doch ganz schön viele. Wie sehr diese auch zum Beispiel gegen Deutsche schimpfen mögen, eigentlich sind sie selbst die grössten Nazis.
Denkt mal daran: Wir alle sind Ausländer, fast überall!
3
Antwort hinzufügen Kommentar melden
Mario VanNuffel [Gast]
Geschrieben am
11. November 2012
Dass ist zu hart was sie da schreiben (Nazi-Thema). Ich kann Ihnen sagen, dass sie sicher in der Schweiz, was Lebensqualitaet betrifft, vom Besten bekommen, neben Kanada, Neuseeland, was es auf dieser Welt gibt. Manchmal muss man sich mehr informieren, anpassen in dem man sich fuer den Gastland mehr "weiterbildet". War selber als eingebuergerter Schweizer in dieser Situation, aber habe mit enormen Anstrengungen und guten Willen, beim Skiverein, Turnverein, habe eine Kochgruppe gebildet, Energieberater - Verein, Photoclub, mitgemacht (ausserdem war beim Militaer und unzaehlige Weiterbildungen auf jeglicher Ebene, die mich stark gemacht haben). Versuchen sie Ihr Verhalten zu aendern und sie werden sehen dass sich vieles zum positivem aendert. mvn@gmx.net .
0
Kommentar melden
Ruedi Wermuth [Gast]
Geschrieben am
17. November 2012
Wenn man die Schweizer auch wenn es nach Ihre "grosszügigen Meinung" nicht alle sein sollen, als Nazi betiteln will sollte man wenigstens den Mumm haben seinen Namen zu schreiben.
0
Kommentar melden
Michael Bär [Gast]
Geschrieben am
5. November 2012
Leider sieht auch dir Migroszeitung die Migration durch die rosarote , romantische Multikultibrille. Die Probleme im Alltag und für die Zukunft werden mehr oder weniger ausgeblendet.
2
Antwort hinzufügen Kommentar melden
Weitere Kommentare anzeigen