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Inzest ‒ das Drama in der Familie

Der Bundesrat will das Inzestverbot aufheben. Das sorgt für Kontroversen. Der Berner Ethnologe Heinzpeter Znoj erklärt, warum Blutschande überall auf der Welt ein Tabu ist – und weshalb das auch gut so ist.

Von «Ödipus» bis «Höhenfeuer»: Inzest ist in der abendländischen Kultur verbreitet, geht aber stets übel aus: Ein paar Beispiele.

Heinzpeter Znoj, Was halten Sie von der Idee, das Inzestverbot aufzuheben?

Ich frage mich, was sich in unserer Gesellschaft geändert hat, dass man das überhaupt in Erwägung zieht. Das Inzestverbot ist eine kulturelle Universalität. Auf der ganzen Welt gilt das Exogamiegebot, dass also ausserhalb der Familie geheiratet werden muss.

Wieso ist Inzest ein so grosses Tabu?

Es ist ein altes Gebot, überliefert in sämtlichen bekannten Gesellschaften. Für viele Leute ist es eine Horrorvorstellung, mit einem blutsverwandten Familienmitglied ein sexuelles Verhältnis zu haben. Inzest ist zwar in vielen Mythen ein Thema, aber es stellt immer einen grossen Verstoss gegen die Sitte dar. Wie bei Ödipus, der, ohne es zu wissen, seine Mutter heiratete und sich aus Scham blendete, nachdem er es erfahren hatte.

Die Aufhebung des Inzestparagrafen wird unter anderem damit begründet, dass er kaum zur Anwendung kommt.

Das ändert nichts an der Tradition, an der Sitte, am gesellschaftlichen Tabu. Ein Tabu, das hochwirksam ist. Ein Fall von Inzest ist immer ein Skandal. Das soll sich im Gesetz manifestieren.

Tatbestände wie Vergewaltigung, Schändung, Nötigung, Sex mit Minderjährigen und Schutzbefohlenen würden strafbar bleiben.

Selbst einvernehmlicher Inzest zwischen Erwachsenen wird von Aussenstehenden als Skandal empfunden.

Der Gesetzgeber hat vor allem Geschwisterliebe im Auge.

Dass es unter volljährigen Geschwistern zum Beischlaf kommt, ist aus psychologischen Gründen wohl eher selten der Fall. Und was passiert, wenn aus solchen Beziehungen Kinder hervorgehen?

Sie meinen wegen möglicher Behinderungen? Menschen mit schweren Erbkrankheiten verbietet man auch nicht, Kinder zu haben.

Ein Fortpflanzungsverbot wäre ein grober Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Legalisiert man hingegen inzestuöse Beziehungen, müsste auch Heiraten und Kinderkriegen erlaubt werden. Hier beginnen die wirklichen Probleme. Für die betroffenen Kinder bedeutet es Identitätsprobleme, für die betroffene Familie Scham und Isolation. Das erschüttert die Gesellschaft in ihrem Fundament.

Inzestuöse Verbindungen bringen die Verwandtschaftskategorien durcheinander.
Warum das?

Unsere Gesellschaft ist auf Familienbeziehungen aufgebaut. Und zwar auf Blutsverwandtschaftsbeziehungen einerseits, und auf Ehebeziehungen andererseits. Eine Heirat zieht sogenannte affinale Beziehungen nach sich, also Schwieger- und Schwagerbeziehungen. Verwandtschaftsbeziehungen, die durch Heirat entstehen, können wieder aufgelöst werden. Blutsverwandtschaften hingegen sind unwandelbar, selbst wenn man sich auseinanderlebt. Sie geben den Familienbeziehungen Stabilität und sind für den Einzelnen identitätsstiftend. Affinale Beziehungen dagegen schaffen Verbindungen zwischen Gruppen von Blutsverwandten. Inzestuöse Verbindungen bringen diese Verwandtschaftskategorien durcheinander. Die Vermischung von bluts- und affinaler Verwandtschaft würde grundlegende gesellschaftliche Strukturen infrage stellen.

Inwiefern?

Für den 2009 verstorbenen französischen Ethnologen Claude Lévi-Strauss liegt der Ursprung der Kultur und der gesellschaftlichen Entwicklung darin, dass die Menschen nicht in den Familien verharren, sondern durch Heiratsbeziehungen in Austausch mit anderen treten. Solche Heiratsallianzen stiften seit Menschengedenken Frieden und liessen weiträumige politische Beziehungen entstehen, lange bevor es Staaten gab. Indem man das wichtigste Gut, nämlich Menschen, untereinander tauscht, werden andere Formen des Austausches möglich — nämlich Güter und Wissen.

Erst durch das Inzestverbot konnte sich demnach Kultur überhaupt entwickeln?

Das Inzestverbot beziehungsweise das Exogamiegebot ist ein Erfolgsrezept. Alle Jäger- und Sammlergesellschaften kannten und kennen es. Was vermuten lässt, dass es seit mindestens einigen Zehntausend Jahren existiert und einer der Gründe dafür war, dass die Menschheit sich überhaupt kulturell weiterentwickeln und erfolgreich über den ganzen Planeten ausbreiten konnte.

Laut Sigmund Freud unterbindet das Inzestverbot vor allem die Rivalität innerhalb der eigenen Gruppe.
Sie lieben sich: Woody Allen und Soon-Yi. (Bild: Keystone)

Es schafft Harmonie. In einer monogamen Familie gibt es nur eine sexuelle Beziehung: die zwischen den Eltern. Und die sind nicht miteinander blutsverwandt. Alle anderen Beziehungen innerhalb der Familie sind asexuell. Eine Theorie besagt, dass selbst innerhalb einer Patchworkfamilie, in der nicht alle Kinder blutsverwandt sind, aber miteinander aufwachsen, eine psychologische Inzesthemmung besteht. Man konnte das bei Kindern feststellen, die gemeinsam in einem israelischen Kibbuz aufwuchsen. Als sie in die Pubertät kamen, fanden sie sich gegenseitig sexuell kaum anziehend. Ein anderes Beispiel: In Taiwan war es mancherorts üblich, dass die Braut schon als kleines Mädchen zur Familie ihres zukünftigen Bräutigams zog. Diese Paare hatten eine enorm hohe Scheidungsrate, weil sie sich nicht attraktiv fanden. Der Sozialpsychologe Norbert Bischof schrieb vor 25 Jahren, es gebe drei Arten von Vertrautheit: die primäre, die man als Kind zu seinen Eltern und Geschwistern aufbaut; dann die sekundäre zu Liebes- und Ehepartnern; und schliesslich die tertiäre Vertrautheit, die man als Eltern zu seinen Kindern entwickelt. Das Bestehen einer primären oder tertiären Vertrautheit verhindert eine sekundäre Vertrautheit.

Umgekehrt wachsen blutsverwandte Geschwister oft nicht mehr gemeinsam auf. Berühmt ist ein Fall aus Ostdeutschland, wo sich ein Bruder und seine Schwester erst als Erwachsene trafen und prompt verliebten.

Das ist eine tragische Geschichte und ein Paradoxon, bei dem der psychologische Schutzmechanismus nicht greift. Man kann nachvollziehen, dass das Paar das Inzestverbot als ungerecht empfindet.

Es gibt berühmte Beispiele für Geschwisterehen in der Geschichte und der Kunst.

Im alten Ägypten oder im alten Persien gab es kurze Perioden, in denen die Eliten Geschwisterehen eingingen. Dabei stand vor allem die Konzentration von Macht und Reichtum im Zentrum.

In der Schweiz dürfen Cousin und Cousine heiraten, in China nicht mal Menschen mit dem gleichen Nachnamen. Sie forschten in Zentralsumatra. Wie hält man es dort?

Die Inzestgrenze liegt zwischen Kreuzcousine und Parallelcousine. Das heisst, ein Mann darf oder soll sogar die Tochter der Schwester des Vaters oder die Tochter des Bruders der Mutter heiraten. Parallelcousinen sind aber tabu: Die Tochter des Bruders des Vaters darf ebensowenig geheiratet werden wie die Tochter der Schwester der Mutter. Parallelcousins- und cousinen sprechen sich deshalb als Bruder und Schwester an.

Nach unserem europäischen Verständnis stehen alle im gleichen Verwandtschaftsgrad.

Stimmt. Aber sie gehören verschiedenen Abstammungslinien an.

Warum gibts verschiedene Inzestschranken?

Das ergab sich aus der Tradition. In einigen Regionen der Welt ist die Kreuzcousinenheirat bevorzugt, weil früher Abstammungsgruppen miteinander Allianzen unterhielten. Abstammungsgruppe A gibt in einer Generation eine Frau in die Abstammungsgruppe B. In der nächsten Generation erhält sie von der Gruppe B eine Frau zurück. Die Ehepartner waren dann Kreuzcousins.

Der aktuelle Stand bei der Harmonisierung der Strafrahmen im Strafgesetzbuch
Die Medienmitteilung zur Harmonisierung der Strafrahmen von Ende 2012

 

Erschienen in MM-Ausgabe 14
2. April 2013

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Der Beziehungsforscher

Prof. Dr. phil. Heinzpeter Znoj (53) lehrt Sozialanthropologie an der Universität Bern, wo er von 2010 bis 2012 auch Dekan der philosophisch-historischen Fakultät war. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Verwandtschafts- und Gender-Anthropologie. Znoj hat insgesamt drei Jahre in Sumatra geforscht. Er wohnt in Bern und Oberburg BE und ist verheiratet mit der Sozialanthropologin und Dokumentarfilmerin Kathrin Oester. Das Paar hat keine Kinder.

Das will der Bundesrat

Der Bundesrat überprüft zurzeit diverse Strafbestimmungen auf ihre Verhältnismässigkeit. Im Rahmen dieser Gesetzesrevision, will der Bundesrat beispielsweise das Inzestverbot aufheben. Der einvernehmliche Beischlaf zwischen erwachsenen Verwandten ersten Grades soll nicht mehr strafbar sein. Begründung: Die Bestimmung habe bloss noch marginale Bedeutung. In den letzten zehn Jahren gab es gerade mal zwei bis drei Verurteilungen pro Jahr wegen Inzest. In diesen Fällen waren immer auch andere Straftatbestände wie Unzucht mit Minderjährigen gegeben. Dies bleibt weiterhin ein Straftatbestand. Ebenso wie Vergewaltigung, Schändung, Nötigung sowie sexuelle Handlungen mit Schutzbefohlenen.

In vielen Ländern wird Inzest längst nicht mehr bestraft. So etwa in Frankreich, Portugal, Spanien und den Niederlanden. Aber auch in der Türkei, der Elfenbeinküste sowie in Russland. Begründet wird dies in der Regel damit, dass es keine Opfer gebe.

Wenn die Liebe in der Familie bleibt

Inzest, ein Tabu

Was darunter zu verstehen ist, variiert indes. So waren im europäischen Hochadel Vetternehen bis ins 20. Jahrhundert eher die Regel als die Ausnahme. Für eine katholische Eheschliessung unter Cousins muss jedoch auch heute noch ein kirchlicher Dispens eingeholt werden. Der Islam verbietet ausdrücklich Ehen zwischen Onkel und Nichte. Das Judentum meint mit Inzest nicht nur Beischlaf unter Blutsverwandten, sondern auch mit angeheirateten Verwandten.

Doch das Gesetz ist eine Seite, die Realität eine andere. Die Kleinstadt Cambre im Nordwesten Spaniens erlaubte 1997 einem Geschwisterpaar, sich als Lebensgemeinschaft registrieren zu lassen.

Ausserdem gibt es noch jene Kategorie von Verbindungen, die zwar legal sind, aber gesellschaftlich geächtet, weil sie ein moralisches Tabu verletzen:

Woody Allen heiratete die Adoptivtocher seiner ehemaligen Lebensgefährtin Mia Farrow.

Morgan Freeman ist mit seiner Adoptivenkelin liiert.

Angelina Jolie gab ihrem Bruder an einer Oscar-Veranstaltung Zungenküsse

Brian Ferry heiratete die Ex-Frau seines Sohnes.

Ein altes Thema

Laut Altem Testament waren Jakob und Sara Halbgeschwister, gemäss Koran heiratete der Prophet Mohammed die Frau seines Adoptivsohns, und geschichtlich verbürgt ist, dass die ägyptische Pharaonin Kleopatra mit ihrem jüngeren Bruder verheiratet war.

(Bild: Getty Images)

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6 Kommentare

carlos brunner [Gast]

Geschrieben am
31. Dezember 2013

Jawohl, nach homo - Ehedem leider auch von Müttern dem Ehemann geil bevorzugten Inzest legalisieren.
Fuer Ehemänner, deren Frau den Sohn sexuell bevorzugt, dann einvernehmliche Tiersex legalisieren,
so hat Jede(r) was er/sie/Kind/Tier braucht in dann realen Glück Fuer alle Beteiligten. Nicht - igitt : Dann ohne Inzest und verhaetschelten Inzest-Partner. Viel Spass im neuen Jahr!

Katrin Schreiber [Gast]

Geschrieben am
6. April 2013

Ich stimme mit Heinzpeter Znoj vollkommen überein. Ich bin ehrlich schockiert, warum der Bundesrat überhaupt nur in Erwägung zieht das Inzest-Verbot aufzuheben. Ein absoluter Skandal. Müssen wir denn so blöd sein wie die Länder Frankreich, Portugal, Spanien, Holland, Türkei, Elfenbeinküste und Russland? Keine Opfer? Was ist mit den behinderten Kindern?

 

Oliver Stan [Gast]

Geschrieben am
7. April 2013

Inzest gehört für viele Menschen immer noch in die Schmuddelecke und wird oft mit sexuellem Missbrauch von Kindern und Sex mit Tieren auf eine Stufe gestellt. Dass Inzest verboten ist (in Deutschland ebenso wie in der Schweiz) macht es vielen Betroffenen schwer, an diesem falschen Eindruck etwas zu ändern. Ich gehöre einer Gruppe von Betroffenen an, die gemeinsam die Informationsplattform www.hundertdreiundsiebzig.de ins Leben gerufen haben. Zu uns gehören Menschen aller Alters- und Berufsgruppen, die allesamt unbescholtene Bürger sind und deren einziger Fehler ist, sich in einen Menschen verliebt zu haben, den sie nicht lieben dürfen.

Werden unsere Beziehungen von Aussenstehenden als Skandal wahr genommen? Nein, denn wer nicht weiss, dass wir Geschwister bzw. Halbgeschwister sind, dem fällt gar nicht auf, dass bei uns etwas anders ist. Der Skandal findet immer nur im Kopf derjenigen statt, die beim Wort Inzest sofort an das Schlimmste denken. Wir betroffenen Paare sind vollkommen harmlos.

 

Sandra Inderbitzin [Gast]

Geschrieben am
2. Juni 2013

an Katrin Gast: "Was ist mit den behinderten Kindern?" - Inzest alleine bedeutet nicht automatisch Behinderungen bei den Kindern. Diese können nur mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftreten, falls eh schon ein Genom beschädigt ist. Dasselbe gilt für Menschen mit genetischen Krankheiten, diesen jedoch sexuell-romantische Beziehungen zu verbieten wäre unakzeptabel.
Herr Znoj hat die Problematik eines „Fortpflanzungsverbots“ ja schon erkannt. Die Schlussfolgerung, Inzest müsse verboten werden um einem problematischen Fortpflanzungsverbot vorzubeugen, ist reiner Selbstbetrug. Ein Fortpflanzungsverbot ist moralisch unakzeptabel, ein darauf basierendes Inzestverbot schon? Bitte sehr, Herr Znoj, das können sie besser. Ausserdem, Sex heisst nicht automatisch Fortpflanzung.
Zu dem "kulturellen Tabu": In vielen Religionen ist Inzest wichtig und auch nicht, wie Herr Znoj behauptet, immer als ein Verstoss gegen die Sitten dargestellt (Beispiel Bibel im Kommentar unten sehr schön erläutert).
Dass Inzest ein "altes Gebot" ist und es "für viele Leute eine Horrorvorstellung" wäre mit blutsverwandten ein sexuelles Verhältnis einzugehen, ist als Argument kompletter Blödsinn. Für viele Leute ist Homo- oder Heterosexualität eine Horrorvorstellung, für einige Asexuelle ist jegliches sexuelles Verhältnis eine Horrorvorstellung. Für mich ist ein sexuelles Verhältnis mit meinem bevorzugten Velomechaniker eine Horrorvorstellung, heisst aber nicht, dass ich ein Gesetz will der dies verbietet.
Das von ihnen erwähnte „Exogamiegebot“ war tatsächlich ein entscheidender Vorteil in der Entwicklung des Menschen und sicherte das Überleben der Menschheit durch die Fähigkeit zur Anpassung als die menschliche Population klein war. Als die menschliche Population klein war. Wir sind wohl nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht, und die natürliche Evolution ist schon seit der Entwicklung funktionierender Medizin nicht mehr „natürlich“, doch darüber wird wohl niemand jammern. Auch geht dies wieder gefährlich nahe an das oben schon erwähnte Problem einer Fortpflanzungspolitik.
„Die Vermischung von bluts- und affinaler Verwandtschaft würde grundlegende gesellschaftliche Strukturen infrage stellen.“ – Nein, nein, nein. Erstens, Menschen haben ein komplexes Sozialverhalten und sind fähig, mehrere Beziehungsarten zu haben, ohne gleich „die grundlegende Struktur“ zu zerstören. Es gibt kein Verbot dagegen, gleichzeitig Familienmitglied und Geschäftspartner einer Person zu sein, obwohl dies klar eine verschiedene Beziehungsart ist. Und Zweitens, heisst eine Aufhebung des Inzestverbots nicht ein plötzlicher Ausbruch inzestuöser Beziehungen oder der Zusammenbruch des Beziehnungsgefüge „Familie“.
„Ein Fall von Inzest ist immer ein Skandal. Das soll sich im Gesetz manifestieren.“ Als Skandal galt auch wählende Frauen oder die Abschaffung der Sklaverei. In der Schweiz werden zum Beispiel Transsexuelle schon als ein kleiner Skandal gehandelt, und dies soll sich auf keinen Fall im Gesetz manifestieren.

Ueli Furrer [Gast]

Geschrieben am
5. April 2013

Sie schreiben:

«Ein altes Thema
Laut Altem Testament waren Jakob und Sara Halbgeschwister.»

Lesen Sie doch mal jene Geschichte im Alten Testament laut, dann hören Sie von selbst, dass nicht Jakob und Sara Halbgeschwister waren:

Und Abraham sagte von Sara, seiner Frau: Sie ist meine Schwester.

Da sandte Abimelech, der König von Gerar, und liess Sara holen.

Und Gott kam zu Abimelech in einem Traum der Nacht und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes wegen der Frau, die du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Ehefrau.

Abimelech aber hatte sich ihr nicht genaht; und er sprach: Herr, willst du auch eine gerechte Nation töten? Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und auch sie selbst hat gesagt: Er ist mein Bruder. In Lauterkeit meines Herzens und in Unschuld meiner Hände habe ich dies getan.

Und Gott sprach zu ihm im Traum: Auch ich weiss, dass du in Lauterkeit deines Herzens dies getan hast, und so habe ich dich auch davon abgehalten, gegen mich zu sündigen; darum habe ich dir nicht gestattet, sie zu berühren. Und nun gib die Frau des Mannes zurück; denn er ist ein Prophet und wird für dich bitten, und du wirst am Leben bleiben. Wenn du sie aber nicht zurückgibst, so wisse, dass du gewisslich sterben wirst, du und alles, was dein ist!

Und Abimelech stand des Morgens früh auf und rief alle seine Knechte und redete alle diese Worte vor ihren Ohren; und die Männer fürchteten sich sehr. Und Abimelech rief Abraham und sprach zu ihm: Was hast du uns angetan! Und was habe ich gegen dich gesündigt, dass du über mich und über mein Reich eine grosse Sünde gebracht hast? Dinge, die nicht getan werden sollten, hast du mir angetan. Und Abimelech sprach zu Abraham: Was hast du beabsichtigt, dass du dies getan hast?

Und Abraham sprach: Weil ich mir sagte: Gewiss ist keine Gottesfurcht an diesem Ort, und sie werden mich töten wegen um meiner Frau. Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester, die Tochter meines Vaters, nur nicht die Tochter meiner Mutter; und sie ist meine Frau geworden. Und es geschah, als Gott mich wandern liess aus meines Vaters Haus, da sprach ich zu ihr: Dies sei deine Güte, die du mir erweisen mögest; an jedem Ort, wohin wir kommen werden, sage von mir: Er ist mein Bruder.
Aus Genesis 20

Sara war die Grossmutter von Jakob. Sie starb noch vor der Heirat ihres Sohnes mit der Mutter ihres Enkels!

 

Admiral Kirk [Gast]

Geschrieben am
21. April 2014

DIe Bibel, würde ich jetzt nicht zitieren wollen, da ich die Bibel für ein Werk halte, das zum Teil wahr ist aber zum großen Teil schwierig ist, daran zu Glauben.
Man müsste mal eine Umfrage in den Benelux Ländern, Frankreich, Finnland Portugal machen, wie weit Inzest dort betrieben wird.
In Schweden ist einvernehmlicher Inzest erlaubt.
Ein großer Teil meiner Familie ist Niederlädnisch. Vielleicht, sollte ich mal meine Cousine fragen.
VIelleicht, bin ich auch deshalb nicht ganz gegen eine Aufhebung des Inzestverbotes. Ob ich nach einer möglicen Aufhebung mit meiner Mutter oder Schwester ins Bett hüpfen werde, ist dann immer noch eine andere Geschichte.
Unter was, fallen denn Doktorspiele mit der Schwester?
Wenn die Schwester den errigierten Penis vom Bruder anfässt, wenn sie unter 18 sind, beide? Nur anfassen, nicht befriedigen?
Das, kommt doch schon desöfteren vor.
Was ist, wenn eine Familie FKK betreibt, und zwischendurch bekommt der Vater eine Erekton und die Tochter sieht es?
Ohne, das die Tochter ihn anfässt. Sie bekäme es nur mit? Das, gehört eigentlich zum Mensch sein dazu.
Beim Missbrauch, sollten klare Grenzen gezogen werden. Aber wenn die Tochter, mit ihrem Vater ins Bett geht, freiwillig, warum nicht? Es wird ein schwieriges Thema bleiben...Und so schnell, wird das Verbot nicht aufgehoben. Sonst, hätten die Grünen, es in ihrere Regierungsmitverantwortung schon in Angriff genommen.

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