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Von der südfranzösischen Metropole ins Inselparadies

Marseille ist die zweitgrösste Stadt Frankreichs und das beliebteste urbane Reiseziel in der Provence. Nach dem Stadtbesuch empfiehlt sich ein Ausflug auf der Insel Porquerolles. Die praktischen Tipps der Reisereporterin zur Marseille-Reise.

Der Extra-Tipp: Die Insel Porquerolles

Für diejenigen, die nach ein paar Tagen Grossstadt Lust auf Strandromantik verspüren, bietet sich ein Abstecher auf die kleine Insel Porquerolles an. Mehrmals täglich fahren Züge von Marseille nach Hyères. Dort mit dem Bus Nr. 67 bis zum Hafen La Tour Fondue fahren, wo die Fähren nach Porquerolles ablegen (Fahrt ca. 20 Minuten). Die Insel gehört zur Gruppe Îles d’Hyères und ist teilweise Naturschutzgebiet.

Anfang des 19. Jahrhunderts war sie Erholungsort für französische Soldaten, heute ist sie ein beliebtes Tagesausflugsziel. Porquerolles ist berühmt für das milde Klima, die feinen Sandstrände und das türkisblaue Wasser. Da die Insel autofrei ist, kommt man nicht darum herum, ein Fahrrad zu mieten und damit die Insel zu erkunden.
Wer genug Zeit hat, sollte unbedingt eine Nacht auf der Insel verbringen. Sobald die letzte Fähre die Touristenscharen wieder zurück aufs Festland genommen hat, entspannt sich die Atmosphäre. In einem der Restaurants rund um den Place des Armes kann man vom Wein trinken, der auf der Insel angebaut wird. Am nächsten Morgen sollte man früh aufstehen und zum Strand aufbrechen: Wer Glück hat, sieht im Morgengrauen zwischen den Olivenbäumen Fasane herumstolzieren und wilde Kaninchen herumhoppeln.

Schlafen in Marseille

Im Maison d’Hôtes bei Bernadette Rochat. Fünf Zimmer, ab 85 Euro pro Nacht, jedes Zimmer in originellem Retrostil eingerichtet. Das Frühstück gibts unter der Woche im Restaurant «Le Comptoir Dugommier», nur wenige Meter von der Pension entfernt, am Wochenende in der Pension selbst.

Der alte Hafen ist eines der Zentren Marseilles, nur zehn Minuten von der ersten Häuserzeile links im Hintergrund findet man das Comptoir Dugommier. La Pension Edelweiss
6, rue Lafayette
13001 Marseille
Tel: +33(9)51233511
www.pension-edelweiss.fr

Casa Ortega, Bed & Breakfast
In der Nähe des Bahnhofs St-Charles.
Zimmer pro Nacht ab 69 Euro.
Der tägliche Fischverkauf am Port Vieux.
Casa Ortega
46, rue des Petites Maries
13001 Marseille
Tel: +33 (0)954327437
contact@casa-ortega.com

Essen

Einfache und feine italienische Küche, unbedingt reservieren. Mit schönem Innenhof und dem besten Schokoladenkuchen der Stadt:

La Cantinetta
24, cours Julien
13006 Marseille
Tel.: +33(0)491481048

Nein, nicht der Jardin d'à côté, aber abgesehen vom Vieux Port gibts Fische und andere Meerestiere auch im arabischen Noailles-Quartier frisch am Marktstand zu kaufen. Ebenfalls direkt am Cours Julien, gekocht wird mit lokalen und saisonalen Produkten. Da darf der Fisch auf der Karte nicht fehlen. Auch hier gilt: unbedingt reservieren!

Restaurant Le jardin d’à côté
65, cours Julien
13006 Marseille
Tel.: +33 (0)491941551
www.lejardindacote.com

AUSSERDEM

Südfranzösische Spezialitäten, aber eher modern zubereitet und serviert, eher preiswert:

Ca Blanca
53, Rue St-Pierre
13005 Marseille
Blog-Seite zum Restaurant

Traditionelles Bistro der Mittelklasse, auch eher günstig, seit 1946 (!) von derselben Italienerin geführt, Mittelmeer-Spezialitäten aus Südfrankreich und dem angrenzenden Italien:

Chez Vincent
25, Rue Glandèves
13004 Marseille
Deutsche Empfehlungen auf Tripadvisor
Der Blick von Notre Dame de la Garde in südlicher Richtung aufs Meer.
Die beste Bouillabaise (viele Einheimische essen sie hier) im Zentrum, eher zum Luxus-Preis, jedoch mit grosszügigster Ration, bereitet Sternekoch Christian Buffa in diesem Nobelrestaurant direkt am Port Vieux:

Miramar
12, Quai du Port
13002 Marseille
Die Miramar-Website

Sehenswürdigkeiten

Die schönste Aussicht über Marseille hat man bei der Kirche Notre-Dame de la Garde. Am besten abends dort den Sonnenuntergang geniessen.

Die Bucht des Vallon des Auffes Eine Fahrt der Stadtküste entlang mit dem Linienbus 83A, ausgehend vom Vieux Port bis zum Plage de Prado kostet fast nichts, und man kann jederzeit aus- und zusteigen. Beispielsweise beim kleinen Fischerhafen Vallon des Auffes , wo man angeblich die original Bouillabaisse kosten kann oder beim Plage de la Prophète , einem kleinen Stadtstrand, wo sich vorwiegend die Einheimischen tummeln.

Jeden Sonntag findet etwas ausserhalb des Stadtzentrums ein grosser Viktualien- und Flohmarkt statt. Mit der Metro bis Endstation Bougainville fahren und dort dem grossen Menschenstrom folgen, der führt einen direkt ins Marktgetümmel.

Neben dem Boule-Spiel für die Erwachsenen vergnügen sich die Kinder auf dem Cours Julien mit Fussball. Das Boule-Spiel gehört zu Frankreich wie Pastis oder das Pariserbrot. Auf dem Weg zum Cours Julien im Boulodrome Les Trois Mages vorbeischauen. Hier spielen vorwiegend junge Leute. Unbedingt gekühltes Bier mitnehmen, beispielsweise das Marseiller Bier La Cagole de Marseille.

Informieren: Was in Sachen Tanz, Musik, Theater, Kino und Ausstellungen läuft, steht dort drin: Ventilo ist die Kulturagenda für Marseille und Umgebung, erscheint alle 14 Tage und liegt gratis in Lokalen und Bars auf.

 

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Erschienen am 10. September 2012

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2 Kommentare

Gabriela Pagnamenta [Gast]

Geschrieben am
11. September 2012

Nur so...Ich war heute Abend gerade daran, das Migros Magazin zu lesen und währenddem ich die Seite über Marseille aufschlug kam auf SF Tagesschau die Meldung, wie gefährlich diese Stadt sei und dass dort Bandenkriege an der Tagesordnung seien...wie alt sind denn Ihre Infos?

 

MM onlineredaktion

Geschrieben am
12. September 2012

Werte Frau Pagnamenta
Danke für Ihren Beitrag. Effektiv ist es nach Gebieten und Quartieren höchst unterschiedlich. Das (teils historische,) überhaupt regelmässig von Touristen besuchte Zentrum, Gebiete am Meer bis ein paar Kilometer nordwestlich vom Vieux Port und ohnehin Richtung Südosten gelten als unbedenklich (und sind weit sicherer als vor 15 oder 20 Jahren!). Hingegen würde ich auch niemandem (zumindest) ohne einheimische Begleitung anraten, Quartiere ganz im Norden zu besuchen. Die Kämpfe zwischen Drogengangs und anderen Banden fordern zwar ausschliesslich Opfer der jeweiligen Gegner (und der Zugehörigen), aber sicher ist es dort ... sicher nicht.
Beste Grüsse, das Migros-Magazin

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