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Welche Impfungen empfiehlt das BAG?

Von der Kinderlähmung bis zu den Masern: Im Lauf der Zeit haben sich die Gefahren ansteckender Kinderkrankheiten verändert und damit auch die Impftipps des Bundesamtes für Gesundheit BAG. Ein kurzes Update.

Kinderarzt Christoph Berger erklärt im Migros-Magazin vom 20. Februar 2012, dass der Impfschutz gegen die klassischen Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Mumps noch immer Sinn mache. Generell lassen die medizinischen Experten die Kinder heute zwar bei nicht allzu gefährlichen Krankheiten selbständig Abwehrkräfte entwickeln, ohne mit Impfstoffen die Abwehrreaktion früh künstlich und in kontrollierter Dosierung zu erzeugen. Drohen aber bleibende Schäden für das spätere Leben infolge einer nicht von selbst aktivierten Immunabwehr, so gilt die Impfung bei Kindern noch immer als bestes Mittel.

migrosmagazin.ch nennt die wichtigsten Basis-Impfungen und deren Zeitpunkt bis ins Erwachsenenalter laut dem Impfplan des Bundesamtes für Gesundheit BAG, erstellt in Zusammenarbeit mit dem Verband swissmedic und ärztlichen Experten:

1. Diphtherie (vormals auch 'echter Krupp'-Husten), Tetanus (Starrkrampf) und Pertussis (Keuchhusten): Mit 2, 4 und 6 Monaten, zwischen 15 und 24 Monate sowie zwischen dem 4. und 7. Lebensjahr je einmal. Zwischen 11 und 15 Jahren sowie zwischen 25 und 29 Jahren wird mit abgeschwächter Diphtherie- und Pertussis- sowie voller Tetanus-Dosierung nachgeimpft, mit ca. 45 und einmal knapp nach 65 Jahren mit abgeschwächter Diphterie und üblicher Tetanus-Dosierung.

2. Poliomyelitis (Kinderlähmung): Die IPV-Impfung erfolgt ebenfalls mit 2, 4 und 6 Monaten, zwischen 15 und 24 Monaten und zwischen 4 und 7 Jahren. Danach folgen nötigenfalls nur noch Nachhol- (11- bis 15 Jahre) und Auffrisch-Impfungen.

3. Masern, Mumps und Röteln: Eine empfohlene Basisimpfungen mit den kombinierten Wirkstoffen mit 12 Monaten und eine zweite zwischen dem 15. und dem 24. Monat. Danach auch nur noch gegebenenfalls Nachhol- respektive Auffrisch-Impungen.

4. Haemophilus influenzae (durch Schleimhaut-Bakterien verursacht, vormals 'Pfeiffersche Krankheit'): Die Impfung mit Hib-Stoffen erfolgt mit 2, 4, 6 und zwischen 15 und 18 Monaten.

5. Hepatitis B (infektiöse Lebererkrankung), Varizellen (Windpocken) und HPV (humane Papillomaviren): Die Impfstoffe HBV, VZV (nur bei Jugendlichen ohne IgG-Antikörper oder solchen, die die Varizellen nicht zuvor in harmloser Form hatten) und HPV (nur bei Mädchen!) werden üblicherweise zwischen dem 11. und dem 15. Lebensjahr durchgeführt.

6. Influenza (klassische Grippe) und Pneumokokken: Diese Impfungen werden üblicherweise bei Menschen über 65 Jahren und/oder Risikopersonen (nach ärztlichen Untersuchungen) anberaumt.

Der gesamte Impfplan des BAG (PDF-Format)

Erläuterungen zu den gefährlichen Krankheiten findet man u.a. in der freien Enzyklopädie Wikipedia

 

Erschienen am 20. Februar 2012

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6 Kommentare

Annette Burch [Gast]

Geschrieben am
26. Februar 2012

Als Kundin im Grossmutteralter stehe ich im Laden und lese das
Kleingedruckte auf Ihren Artikeln. Mit zunehmendem Alter wurde mir
die Gesundheit wichtiger und ich somit kritischer was die
Inhaltsstoffe der Lebensmittel anbelangt. Heutzutage werden wir als
Konsumenten ernster genommen. Wir sind auch nicht mehr so schnell
zufrieden, wollen wissen und mitreden und selber entscheiden
und tragen auch selber die Konsequenzen.
Ihr Artikel hat bei mir nur Fragen aufgeworfen. Warum werden fast im
wochentakt neu und seltene Krankheiten entdeckt??
Das vor allem im Bereich Stoffwechsel, Muskeln, Nerven, Immunsystem.
Wohin geht die Reise mit den vielen Impfungen?
Wenn ich mich zurück erinnere wie uns jungen Müttern die Termine als
Pflicht vorgeschrieben wurden. Keine Aufklärung, nur mit
Angst, wurde und wird offensichtlich heute noch Druck aufgesetzt.
Erfahren was meinen Kinder direkt ins Blut dh. Hirn, alles verabreicht
wurde, haben wir schon damals nicht.....

Sonja Kummer [Gast]

Geschrieben am
22. Februar 2012

Wir haben unsere Tochter (7 Jahre) nicht geimpft. Ausnahme: Tetanus (war sehr schwierig, eine unbelastete Einzeldosis zu bekommen!!) Sie dankt es uns damit, dass sie praktisch nie krank war/ist. Keine jener chronischen Husten/Schnupfen/Mittelohren/Darm geschichten! Diphterie gibts es in der CH praktisch nicht mehr. Keuchhusten kann man behandeln falls nötig. Der Rest (Masern, Röteln etc.) kann normalerweise problemlos durchgestanden werden (habe ich als Kind auch). ABER: Man muss als Mutter sich halt auch die Zeit nehmen/ Zeit HABEN, falls einem das Kind braucht weil es krank ist. In meinen Augen ist es verantwortungslos, einem Baby bereits solche Dosen an Impfstoffen zu verabreichen. Ich kann auch den Solidaritätsgedanken nicht nachvollziehen. Krankheit gehört zum Leben und -wer weiss- macht vielleicht irgendwo sogar noch Sinn!

 

Marlene Schwegler Crimmins [Gast]

Geschrieben am
23. Februar 2012

Kann nur sagen Bravo Sonja! Unsere Tochter ist 19 Monate und wir wollen den gleichen Weg gehen, stossen aber immer wieder auf Widerstand....

L. O. [Gast]

Geschrieben am
21. Februar 2012

Zu viele Menschen klagen nach einer Impfung über Infekte und Schmerzen. Die vielen Giftstoffe, die in den Impfungen enthalten sind schwächen den Stoffwechsel. Zudem sind Geimpfte genauso Träger von Erregern - ob jemand daran erkrankt, hängt von der Reationsfähigkeit des Stoffwechsels/Immunsystems ab (vom Milieu). Das Milieu kann durch die vollwertige Ernährung und die positive Lebenseinstellung günstig beeinflusst werden. Nach wie vor fehlen ausführliche Langzeitstudien über Impfungen generell. Jene die gemacht wurden z.B. über Tuberkulose endeten dermassen katastrophal, dass sie verschwiegen werden. Die Studien müssten Vergleiche enthalten über die Entwicklung von ungeimpften zu geimpften Personen bezüglich Allergien, chron. Erkrankungen, Lebenserwartung, Lebensqualität usw. Zudem sollten die Hersteller für sämtliche Schäden aus Impfungen aufkommen müssen. Auch Rückwirkend!!! Die Behauptungen der Industrie sind rein gewinnorientiert und haben mit Wissenschaft oder Ethik rein gar nichts zu tun.

 

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