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Zugefrorene Seen und schneebedeckte Wiesen erschweren Vögeln die Futtersuche. Kommt es ganz schlimm, ziehen sie einfach weiter.
Die Seen frieren zu, und unsere einheimischen Wasservögel finden kein Futter mehr — denkt zumindest der Laie. Fachleute wie Christa Glauser (52), stellvertretende Geschäftsführerin beim Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz in Zürich, wissen es besser: «Wasservögel sind sehr mobil, für sie ist es kein Problem, ein Gewässer zu wechseln.» Und so kurven Enten im Winter zwischen den verschiedenen Seen und Flüssen hin und her.
Und wird es mal sehr kalt und das Futterangebot mager, zügeln unsere gefiederten Nachbarn kurzerhand in mildere Gegenden. So weicht beispielsweise die Wasseramsel gefrierenden Gewässern aus, indem sie von Bergbächen ins Mittelland wechselt.
Aber nicht nur Wasservögel flüchten vor der Kälte. «Vor grossen Schneefällen und Kälteeinbrüchen ziehen etwa die Mäusebussarde südwärts, oft Richtung Südfrankreich», erklärt Christa Glauser. Übrigens: Im Gegensatz zu uns Menschen frieren Vögel kaum — immerhin haben sie eine eingebaute Daunenjacke. In der Ruhephase heizen Vögel ihren Körper auf 38 bis 40 Grad, beim Fliegen können sie die Temperatur kurzfristig auf 46 bis 47 Grad erhöhen. «Das benötigt aber bis zu zwölfmal mehr Energie als Ruhen.» Und diese Energie muss zuerst wieder reingeholt werden. «Daher ist es in erster Linie wichtig, dass Vögel im Winter nicht gestört werden», sagt Christa Glauser. Füttern helfe da wenig. «Ausserdem kommen eher die häufigsten Arten wie Spatzen, Grünfinken, Amseln oder Buchfinken ans Vogelhäuschen und nicht die in ihrem Bestand gefährdeten.» Immerhin: «Füttern schadet auch nicht», sagt Christa Glauser.
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Die Umfrage: Füttern Sie im Winter Vögel?
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4 Kommentare
Iris Walder [Gast]
Geschrieben am
3. März 2012
Ich füttere jeden Winter die Vögel in unserem Quartier. Von unserem Balkon aus (MFH) ist mir dies leider verboten worden, wegen der Verunreinigung. Nun stehe ich täglich 30 Min. früher auf und laufe 70M zu dem Ort, wo es Tannenbäume und Gesträuche gibt, es niemanden stört. Weder das Gepiepse noch die Verunreinigung. Ich musste für diese Zwangsumsiedelung 2 Vogelhäuser und 2 Stangen mit Futtersilos neu kaufen. Hauptsache ist mir, dass die Vögel nicht hungern müssen. Während den strengen Wintertagen verbrauchte ich 3KG Körnerfutter, 10 Stangen Kolbenhirse und 8 Maisenknödel. Es kamen wegen Hunger noch Raben, Krähen und viele "fremde" Vögel dazu. Täglich war alles Futter weg! Schade kann ich diese schönen Vögel nicht mehr vom eigenen Balkon aus beobachten. Doch Hauptsache ist, dass ein paar weniger wegen Hunger verenden müssen. Und schade, dass nicht mehr Menschen gewillt sind, die Kosten für die Fütterung auf sich zu nehmen!
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Therese Schweingruber [Gast]
Geschrieben am
22. Februar 2012
Wir wohnen am Waldrand und unser Vogelhaus hängt vor dem Fenster an geschützter Stelle. Wir freuen uns an den vielen verschiedenen Vogelarten, die sich hier tummeln. Ich beobachte sie sehr gerne. Da ich Gimpel, Kleiber und so viele Meisenarten gar nicht kannte, kaufte ich mir ein Büchlein über unsere Vogelarten in unserer Nähe. Es macht Spass!!
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Ursula Debrunner [Gast]
Geschrieben am
22. Februar 2012
Ursula Debrunner, Wald AR,
Wir haben an einer sehr geschützten Stelle bei unserem Haus ein Strohvogelhaus. Wir hatten ca. drei Wochen zwischen 14 und 22 Grad Kälte und sehr viel Schnee. Wir sind überzeugt dass unsere Vogelgäste dankbar waren über unseren Essenszustupf. Wir konnten an userem Vogelhaus einmalige, ganz seltene Vögel beobachten und bewundern. Teilweise bleiben sie sogar dort wenn wir am Vogelhaus vorbeigehen.
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